Taz will Sportwerbung dauerhaft verpixeln

Die Taz will über die Testphase hinaus an der Verpixelung von Sportwerbung festhalten. Das teilten die Berliner in ihrem Hausblog mit. Vor einer Woche hatte die Tageszeitung die Aktion angekündigt und damit begründet, dass die Sportpresse sich mit dem Abdruck der Bilder "zum Erfüllungsgehilfen der Vereine und Sponsoren" mache.

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Im Hausblog schreiben die Sportredakteure Andreas Rüttenauer und Markus Völker: "Auf einem ganz normalen Sportfoto sind im Schnitt zwei bis drei Logos zu sehen, manchmal auch sieben oder acht. Die werden einfach so abgedruckt. Das geschieht unentgeltlich. Wir wollten aus dieser Verwertungskette ausscheren und sagen: Wir sind nicht mehr bereit, Eure Werbebotschaft auf Trikots und Werbebanden zu verbreiten. Es kann ja auch nicht Aufgabe einer Zeitung sein, die mit kritischer Distanz über Sport berichtet, täglich kostenlose Werbung von Vereinen und deren Sponsoren ins Blatt zu heben. Wir wollen durch die Verpixelung journalistisch noch unabhängiger werden."

Eine MEEDIA-Umfrage unter Sportjournalisten hatte ergeben, dass die Verpixelungs-Aktion der Taz einen Nerv treffe. So sagte beispielsweise dapd-Sprecher Wolfgang Zehrt: "Wir haben überhaupt keine Probleme mit der taz-Aktion und hoffen auf eine konstruktive Diskussion." Die Nachrichtenagentur baut derzeit einen eigenen Sportdienst auf.

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