Springer macht das iPad zum Magazin-Retter

Mehr als die Hälfte aller Tablet-Nutzer lesen wieder mehr Tageszeitungen und Magazine, seitdem sie ein iPad besitzen. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse des neuen iPad-Panels von Axel Springer Media Impact, der Vermarktungs-Tochter von Axel Springer. Auch für Werbungtreibende soll das Gerät „hochattraktiv“ sein: 43 Prozent der Nutzer klicken bewusst auf digitale Anzeigen, um mehr Informationen zu den beworbenen Produkten zu bekommen. Befragt wurden 705 iPad-Anwender.

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Mindestens jeder Dritte der Befragten gibt an, Anzeigen innerhalb der Apps anzuklicken (43 Prozent), im Anschluss die Website des Produktes oder Herstellers zu besuchen (37 Prozent) und sich weiter über das Produkt und Angebot zu informieren (31 Prozent). „Damit wird Werbung auf dem Tablet-PC nicht nur aktiv genutzt, sondern animiert auch zum realen Kauf“, schreiben die Autoren der Studie. „Interaktive Möglichkeiten in der Werbung kommen bei den Nutzern gut an, insbesondere bei jüngeren Zielgruppen.“ Auf dreiviertel der Befragten wirken Marken, die Werbung in Apps schalten, besonders modern, zeitgemäß und innovativ.
Nutzung von Zeitungs- und Zeitschrifteninhalten steigt
Drei Viertel der iPad-Besitzer (76 Prozent) beschreiben ihre wirtschaftliche Situation als „gut“ oder „sehr gut“. Darüber hinaus haben die Tablet-Nutzer ein überdurchschnittlich hohes Bildungsniveau, 70 Prozent haben einen Hochschulabschluss oder Abitur. „iPad-Besitzer nutzen Zeitungen und Zeitschriften intensiver. Sie lesen Titel, die sie vorher nicht gelesen haben. Und sie haben eine hohe Zahlungsbereitschaft”, sagt Georg Konjovic, Director Premium Content von Axel Springer, im Gespräch mit dem Fachdienst mobilbranche.de.
Mehr als die Hälfte der Befragten liest insgesamt, das heißt gedruckt oder als App, mehr Zeitungen und Zeitschriften, seitdem sie ein iPad besitzt. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) nutzen einige Zeitungen und Zeitschriften als App, die sie bislang noch nicht als gedruckte Ausgabe gelesen haben. Mit digitalen Angeboten auf Tablet-PCs können somit neue Leser erschlossen und darüber hinaus die Nutzung von Print-Inhalten intensiviert werden. Dies gilt insbesondere für die jüngere Zielgruppe bis 29 Jahre.
Durchschnittlich werden kostenpflichtige Zeitungs- und Zeitschriftenangebote laut der Springer-Umfrage auf dem Tablet mehr als viereinhalb Stunden pro Woche gelesen. 62 Prozent der Befragten geben an, dass sie auf dem iPad mehr Spaß beim Lesen haben, 78 Prozent können sich sogar vorstellen, in Zukunft mehr Zeitungen und Zeitschriften als iPad-App anstelle einer gedruckten Version zu lesen.
Das Tablet ist ein unverzichtbarer und ständiger Begleiter
78 Prozent der Nutzer sagen, dass sie mittlerweile nicht mehr auf das iPad verzichten möchten, mehr als die Hälfte hat das Gerät nahezu immer dabei. Ob Wohnzimmer, im Bett oder am Esstisch, der Tablet-PC wird von fast allen (99 Prozent) zu Hause in Lean-back-Situationen genutzt, gleichzeitig nutzen 89 Prozent der Befragten ihr Gerät aber auch außer Haus und unterwegs.
70 Prozent der Nutzer haben bereits zehn oder mehr kostenpflichtige Apps auf ihrem iPad installiert, der Durchschnitt liegt den Ergebnissen zufolge bei 20 kostenpflichtigen Apps. Dabei gibt jeder fünfte (22 Prozent) 150 Euro und mehr im Jahr aus, 15 Prozent investieren zwischen 100 und 149 Euro in Apps, ebenfalls ein Fünftel wendet zwischen 50 und 99 Euro auf. Im Durchschnitt geben Nutzer des iPads damit circa 100 Euro im Jahr für kostenpflichtige Anwendungen aus. Für die meisten (34 Prozent) lag die maximale Preisgrenze für eine Applikation bislang bei zehn Euro, 13 Prozent haben für ihre teuerste App 50 Euro oder mehr ausgegeben.

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