Gottschalk klagt gegen manager magazin

Thomas Gottschalk hat sich durch seinen Wechsel zur ARD finanziell erheblich verbessert - das jedenfalls berichtet das manager magazin in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Stunden später folgte das Dementi des Moderators. Dessen Medienanwalt Christian Schertz erklärte, dass die Meldung von einem Grundgehalt von rund sechs Millionen Euro pro Jahr "nicht im Ansatz stimme". Das manager magazin teilte am Nachmittag mit, man bleibe bei der Darstellung. Nun geht es wohl vor Gericht.

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Ebenfalls falsch, so Schertz, sei das angeblich von Gottschalk beim ZDF als Moderator von "Wetten, dass …?" bisher bezogene Honorar. Für die sechs bis acht Samstagabend-Shows im Zweiten soll der Moderator laut manager magazin etwa 1,5 Millionen Euro erhalten haben. Der Bericht wurde von den Autoren Klaus Boldt und Simon Hage recherchiert. Besonders Boldt gilt als in Medienkreisen überaus gut vernetzt.
Kurz nach 15 Uhr verbreitete der Berliner Medienanwalt Christian Schertz das Dementi mit folgendem Wortlaut: "Das manager magazin meldet heute bezüglich der künftigen Tätigkeit von Herrn Gottschalk für die ARD:  "Thomas Gottschalk vervierfacht sein Jahresgehalt". Weiter heißt es, dass Herr Gottschalk künftig ein Grundgehalt von rund 6 Mio. Euro pro Jahr erhalte. Als Anwalt von Thomas Gottschalk weise ich darauf hin, dass diese Aussagen beide falsch sind. Weder vervierfacht Herr Gottschalk sein Jahresgehalt noch erhält er die vom Manager Magazin benannte Summe. Die Aussagen des manager magazins stimmen nicht im Ansatz, entbehren also jeglicher Grundlage. Ich bin beauftragt, gegen das Manager Magazin presserechtliche Schritte einzuleiten. Wir bitten Sie, von einer Übernahme der Berichterstattung unbedingt Abstand zu nehmen."
Auf MEEDIA-Anfrage teilte eine Sprecherin der ARD mit, dass der Sender mit den rechtlichen Schritten "nichts zu tun" habe. Zudem teilte die ARD am Donnerstag laut dpa mit, dass es gebe derzeit noch keinen gültigen Vertrag mit dem TV-Star gebe. Insofern könne man die Summe nicht bestätigen. Der Kontrakt mit dem Moderator solle die WDR-Werbetochter, die WDR mediagroup, schließen. Die Verhandlungen über die Einzelheiten liefen derzeit.
Mit Blick auf die angeblichen Einkünfte Gottschalks bei "Wetten, dass..?" teilte auch das ZDF mit, dass die vom manager magazin kolportierte Summe "nicht annäherungsweise" stimme, auch wenn weitere einzelne Formate wie der ZDF-Jahresrückblick oder die Show "Ein Herz für Kinder" mitgerechnet würden. Unter Berufung auf "Brancheninformationen" siedelt die dpa das Honorar des Showmasters beim Zweiten bei rund 100.000 Euro pro Sendung an.
Bei der ARD wird Gottschalk künftig etwa 140 Sendungen moderieren: Ab Januar 2012 will der 61-Jährige viermal wöchentlich vor der Tagesschau eine halbstündige "Tagesshow" moderieren.
Nachtrag, 16.20 Uhr: Dieser Text ist eine überarbeitete Fassung des Artikels von heute morgen.

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