Fünf Tipps für grenzenloses Arbeiten

Egal ob vom Festivalgelände oder vom Parteitag in der Provinz: Als Journalist ist man mitunter darauf angewiesen, seine Arbeit auch von unterwegs abzuliefern. Doch oft stören defekte Hardware, fehlerhafte Software und fehlende Unterlagen den Workflow. Cloudbasierte Dienste vereinfachen die mobile Arbeit und eliminieren unnötige Schritte. Wir haben fünf Tipps zusammengestellt, wie Sie mit Hilfe der Datenwolke Ihre Arbeit schneller und stressfreier erledigen können.

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Angesichts Googles milliardenschwerer Shoppingtour gerät gerne in Vergessenheit, dass der Internetriese mit seinem Betriebssystem Chrome OS und seinen Chromebooks Cloud-Anwendungen einen enormen Push verliehen hat. Für die tägliche Arbeit bietet ein cloudbasiertes Betriebssystem viele Vorteile bieten. Alle Anwendungen wie Textverarbeitung, E-Mail oder eine Tabellenkalkulation laufen im Browser. Updates laufen automatisch ein. Daten wären nicht mehr an eine Hardware gebunden, die verloren oder kaputtgehen kann.

Sie müssen aber nicht unbedingt Chrome OS installieren, um die Power der Cloud zu nutzen. Kennen Sie schon Joli OS? Der cloudbasierte Dienst ist weitestgehend unbekannt. Joli OS richtet sich vor allem an schwächere Netbooks und ist kostenlos. Wie bei Chrome OS lassen sich mit ein paar Mausklicks Apps für beliebige Webseiten erstellen.

Ein großes Plus ist die Dropbox-Integration: Verknüpft man seinen Jolicloud- und Dropbox-Account miteinander, stehen die dort gespeicherten Dateien automatisch auf jedem Jolicloud-System zur Verfügung.

Der Clou: Unter dem Namen Jolicloud ist eine Chrome-App erhältlich, die den Jolicloud-Desktop in den Browser bringt. Die Entwickler arbeiten zurzeit an entsprechenden Plug-ins für Firefox und Safari sowie an einer Jolicloud-App für das iPad. Damit ließe sich dann auf mobilen Endgeräten ein webbasiertes Betriebssystem nach eigenen Vorstellungen gestalten.

Aber wie kann die Cloud noch den Alltag vereinfachen? Ein paar Szenarien:

Endlich Schluss mit dem Mail-Chaos
: Wer mit mehreren Köpfen an einem Projekt arbeitet, kennt das Durcheinander an Korrespondenz, die vielen Mails und die vielen überarbeiteten Versionen von Dokumenten. Das muss nicht sein. Dropbox hat sein System so einfach und selbsterklärend gestaltet, dass man für ein Projekt lediglich einen neuen Ordner anlegen muss, um diesen dann mit den betreffenden Personen zu teilen. Per Integration in den Arbeitsplatz (Windows) und den Finder (Mac OSX) können alle auf den Ordner zugreifen. Änderungen werden automatisch übernommen, überarbeitete Dokumente überschrieben und auf die einzelnen Dateien lässt sich zugreifen wie auf einen normalen Ordner auf der Festplatte. Der Cloud-Service lässt sich auch als App auf dem iPad nutzen. Das ist vor allem praktisch, wenn das aktuelle Projekt viel Lektüre bedarf. Pdfs lassen sich auf dem Tablet einfach besser lesen als auf dem Computerbildschirm.

Viele Endgeräte, ein Desktop: Lange Zeit entwickelte die Software-Branche Programme, die sich via USB-Stick starten ließen – sozusagen ein Betriebssystem in der Hosentasche. Gerade mit Googles “Chromebooks” dürften cloudbasierte Betriebssysteme an Akzeptanz dazugewinnen. Folglich dürfte sich auch die Zahl der verfügbaren Webapps erhöhen. Gelingt es, Jolicloud als Browserbetriebssystem auch für andere Brower zu etablieren, wäre die Hardware, auf der gearbeitet wird, beliebig. Egal, ob Tablet, Notebook oder Computer: Der Desktop sähe immer gleich aus.

Viele Autoren, ein Text: Mit “Google Text & Tabellen” (englisch: “Google docs”), lassen sich online Dokumente, Tabellen und Präsentationen erstellen. Die Daten werden in der Cloud gespeichert. Auf diese Weise können mehrere Nutzer ortsunabhängig an den gleichen Dokumenten arbeiten.

Notizen da, wo Sie sie brauchen: Evernote ist ein virtuelles Notizbuch, in dem sich Notizen in Text, Bild und Ton online speichern, bearbeiten und verwalten lassen. Notizen werden bei bestehender GPS- und Internetverbindung mit den jeweiligen Geodaten versehen und auf verschiedenen Geräten synchronisiert.

Bilder im Browser bearbeiten: Ein zu absolutem Unrecht unbekannter Dienst ist das Online-Bildbearbeitungsprogramm Pixlr.com. Der Service ist komplett browserbasiert und kostenlos. Wer iPhoto, Paint oder Photoshop bedienen kann, versteht Pixlr auf Anhieb. Bilder lassen sich entweder aus dem Web oder vom Computer hochladen und auch gestaffelt abarbeiten. Neben dem Standard-Foto-Editor bietet Pixlr.com noch einen ausgeklügelten Effekt-Editor, der Dienste wie die Instagram oder Hipstamatic schnell alt aussehen lässt.

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