Gigalocal: Startup mit Promi-Investoren

Gigalocal ist ein neues deutsches Startup, das vom Trend hin zum mobilen Internet profitieren will. Nutzer können im Web und via Smartphones so genannte “Gigs” erstellen. Das sind Wünsche oder Aufträge, für die Zeit, Ort und Bezahlung festgelegt werden. Finanziert wird das Startup, das ursprünglich schon vor zwei Monaten loslegen wollte, von Holtzbrinck Ventures und HanseVentures. Als prominente Investoren sind u.a. die ehemaligen Bertelsmann-Manager Rolf Schmidt-Holtz und Bernd Kundrun engagiert.

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Auch der aktuelle Sony BMG Deutschland-Chef Edgar Berger und BigPoint-Gründer Heiko Hubertz zählen zu der illustren Investoren-Riege von Gigalocal. Das Unternehmen, das voll aufs mobile Internet setzt, wurde im April von Sebastian Diemer und Alexander Graubner-Müller aus der Taufe gehoben und zählt derzeit rund 45 Mitarbeiter. Ursprünglich sollte Gigalocal schon vor zwei Monaten offiziell starten, damals gab es aber technische Probleme, die den Start verzögerten, wie Deutsche-Startups.de schreibt.

Die Idee hinter Gigalocal ist, dass man einen “Gig”, also eine Art “Wunsch” formuliert – das kann alles mögliche sein von einer Pizzalieferung über Nachhilfe bis hin zum Umzugs-Dienst oder einer Schrauber-Anfrage fürs Ikea-Regal. In dem “Gig” wird die Aufgabe definiert, man legt auch fest, wo man sich befindet, in welchem Zeitraum man den “Wunsch” erfüllt bekommen möchte und was man dafür bereit ist zu zahlen. Der Gig wird anschließend auf einer Google-Karte verortet. Eine nähere Abstimmung zwischen “Gig”-Inserent und Anbieter kann via Nachrichten oder Chat erfolgen.

Nach eigenen Angaben will Gigalocal ein "nachfragegetriebener Echtzeitmarkt fürs Smartphone” sein oder auch ein “virtueller Wunschzettel”. Ganz neu ist die Idee freilich nicht. Vom Konzept her erinnert Gigalocal an virtuelle “Tauschringe”, bei denen man sich auf Gegenseitigkeit hilft oder an ältere Web-Portale wie machdudas.de. Neu bei Gigalocal ist die starke Betonung auf die mobile Nutzung des Angebots und dass sich die "Gigs" nicht auf Dienstleitungen beschränken müssen.
Gigalocal ist eine Art Ableger des Dienstleistung-Portals Gigalo.de, das ebenfalls von HanseVenutres finanziert und von den Gigalocal-Gründern geführt wird. Bei Gigalo.de funktioniert alles nur umgekehrt: Man bietet Dienstleistungen zum Fixpreis von fünf Euro an und hofft, dass jemand die Dienstleistung in Anspruch nimmt. Kommt ein Deal zustande, behält Gigalo einen Euro als Vermittlungsgebühr ein.

Bei Gigalocal bleibt die Frage, wie das Unternehmen Geld verdienen will, noch offen. Die Rede ist von einigem “Premium Partnern”. Das können professionelle Dienstleister sein, die womöglich für die Präsenz bei Gigalocal zahlen. Und dann gibt es natürlich immer noch die Möglichkeit, dass das Startup bei Erfolg von einem finanzkräftigen Internet-Riesen aufgekauft wird. Zum Start beschränkt sich Gigalocal auf den Großraum Berlin. Im Spetember soll Hamburg dazu kommen.

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