Barack Obama checkt bei Foursquare ein

Um im Amt zu bleiben, fängt Barack Obama früh an, seine Wählerschaft zu aktivieren. Und zwar nach altbewährter Methode: Wie schon 2008 versucht der amtierende Präsident seine potenziellen Wähler über die sozialen Medien an sich zu binden. Nach Facebook und Twitter ist nun Foursquare dran: Ab sofort checkt Obama beim Geo-Tagging-Dienst ein und wird damit Foursquares berühmtester Nutzer. Auf wirklich intime Checkins bei Treffen mit Spitzenpolitikern der Welt dürften Nutzer aber wohl vergeblich warten.

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Barack Obama kann ein bisschen positive PR in diesen Tagen gut gebrauchen: Vom Oppositionsführer Boehner bei den Verhandlungen zur Erhöhung der US-Schuldengrenze vorgeführt, von der Presse nach einer Ansprache zur Herabstufung der US-Bonität verhöhnt – der 44. Präsident der USA hat schon mal bessere Tage gesehen, keine Frage.  

Die Wahlen 2012 sind zwar noch mehr als 14 Monate entfernt, doch die Positionierung für die Schlacht ums Weiße Haus hat längst begonnen. Entsprechend tut Obama das, was er kann – er schart seine Truppen auf einem nur allzu bekannten Terrain um sich, auf dem er sich bestens auskennt und er 2008 die Wahl gewann: den großen Social Media-Plattformen.

Foursquare und Obama – wer braucht wen dringender?

Nach Bürgersprechstunden bei Facebook und Twitter,  ein paar persönlichen Tweets ist nur der andere große Social Media-Shootingsstar der vergangenen Jahr dran – Foursquare. Der Geotagging-Dienst hat gerade seine 10 Millionen-Nutzer-Schwelle überschritten, doch es ist trotzdem etwas still geworden um Dennis Crowleys Start-up, zu omnipräsent sind Facebooks Checkins via Places.

Nun jedoch könnte Foursquare neue Dynamik gewinnen: Barack Obama wird künftig unter dem offiziellen Account des Weißen Hauses einchecken. Das hat er bereits in dem Stunden zuvor gelaunchten Empfehlungs-Feature getan, das Nutzern ermöglicht, Highlights in Listenform zu veröffentlichen.

Wann kommt Obama zu Google+?

Obama, der sich gerade auf einer Bürgersprechstundentour befindet, informierte seine Follower über seine Rede in Cannon Falls, Minnesota, wo er über Wachstumsperspektive der amerikanischen Konjunktur philosophierte.

Nachdem Foursquare-Nutzer die Aktivitäten des US-Präsidenten nun zeitnahe verfolgen, bleibt nur noch eine Frage: Wann entdeckt Obama Google+? Lange kann es bei dem aktuellen User-Ansturm wohl kaum mehr dauern. Mit mehr als 25 Millionen Nutzern ist Google bereits mehr als zweieinhalb so groß wie Foursquare.

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