Gutefrage.net ist größter Panda-Verlierer

Das mit Spannung erwartete Panda-Update des Google-Such-Algorithmus ist nun auch in Deutschland angekommen. Größter Verlierer des Updates, das die Suchergebnisse qualitativ verbessern soll, ist die zu Holtzbrinck gehörende Ratgeber-Community gutefrage.net. Das zeigen Daten des SEO-Dienstleisters Sistrix. Auch Konkurrent wer-weiss-was.de verlor deutlich, ebenso die Produkttest-Plattformen von Ciao und Dooyoo. Größter Profiteur ist die Wikipedia, News-Sites gewannen nur leicht hinzu.

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Besonders bitter für die gutefrage.net GmbH: Neben ihrer Haupt-Website gehören auch die Beiboote helpster.de und cosmiq.de zu den 20 größten Panda-Verlierern. Sie büßten allesamt massiv an Sichtbarkeit in den Google-Suchergebnissen ein. Zur Ermittlung der Sichtbarkeit überprüft SEO-Tool-Anbieter Sistrix einmal pro Woche die jeweils ersten 100 Google-Ergebnisse von rund einer Viertel Million Suchbegriffen. Der aus diesen 25 Mio. Daten errechnete Index bezieht die Platzierung einer Domain in den Ergebnissen und die Popularität eines Suchbegriffs mit ein. Ist also eine Website bei populären Suchen weit oben platziert, steigt ihr Sichtbarkeitsindex relativ gesehen schneller an, als wenn sie bei weniger populären Suchen weit oben oder bei populären Suchen auf den Plätzen 90 oder 100 vertreten ist.

Wie sehr sich der Verlust der Sichtbarkeit auf den Traffic auswirkt, kann erstmal nur spekuliert werden, bei Websites wie gutefrage.net und wer-weiss-was.de, die stark auf Suchmaschinen angewiesen sind, dürfte sich das Panda-Update allerdings in den nächsten IVW-Ausweisungen massiv niederschlagen. Zumal wer-weiss-was.de beispielsweise mehr als 50% der Sichtbarkeit aus der vergangenen Woche eingebüßt hat, gutefrage.net immerhin 46%.

Neben den Frage-und-Antwort-Communities gehören auch zahlreiche Shopping-und-Produkt-Verzeichnisse zu den Panda-Verlierern. Vor allem ciao.de und dooyoo.de büßten deutlich Sichtbarkeit ein. Auch die umstrittenen Leute-Suchmaschinen 123people.de und yasni.de gehören zu den Absteigern, allerdings nicht so stark, wie es mancher vermutet hatte. Auf Platz 10 der Verlierer: Burdas Content-Fabrik Suite101.de.

Während bei den Absteigern des Panda-Updates Verluste von 50% und mehr zu verzeichnen sind, gibt es bei den Profiteuren keine solchen extremen Auswirkungen. Zwar gewann die Wikipedia 311,96 Sichtbarkeitspunkte hinzu, doch angesichts eines Indexwertes von mehr als 7.000 entspricht das nur einem Plus von 4 bis 5%. Auch bei Nachrichten-Websites wir Focus.de, Spiegel.de und stern.de werden sich die Zuwächse kaum beim Traffic auswirken – die durch Panda frei gewordenen Plätze in den Suchergebnissen wurden dafür einfach auf zu viele unterschiedliche Websites verteilt.

Zudem hat eine Seite wie Focus.de mit dem Plus von 38,37 Punkten einzig und allein die Verluste der Vorwochen wieder ausgeglichen. Bei 300 Punkten und mehr lag der Sichtbarkeitsindex hier schon seit 2008. Eher niederschlagen könnte sich das Panda-Update bei Facebook und Twitter: Sie gewannen auch prozentual gesehen in etwas größerem Maße hinzu. Facebook erreichte damit sogar einen neuen Sichtbarkeits-Rekord. Überraschenderweise profitierte auch das Branchenbuch Cylex.de – hier hatten Experten eher mit einer Herabstufung durch Google gerechnet.

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