Konstantin Neven DuMont gibt dpa-Amt auf

Nach einer Meldung des Nachrichtenmagazins Focus ist Konstantin Neven DuMont nicht mehr Aufsichtsratsmitglied bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der 41-Jährige begründete demnach seinen Schritt mit der "sehr komplizierten Rechtslage". Hintergrund: Der Verlagserbe saß zuletzt als Vertreter des Medienhauses M. DuMont Schauberg in dem Gremium, obwohl er vor Monaten nach einem Konflikt mit seinem Vater von DuMont seine dortigen Ämter verloren hatte.

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Die Gesellschafterstruktur der dpa spiegelt vor allem die Verlagsszene wider. 189Printhäuser und Radio-Unternehmen sind dort vertreten. Gegenüber dem Focus kündigte Konstantin Neven DuMont an, dass er mit seinem neu gegründeten Medienportal KNDM als Teilhaber bei der dpa einsteigen wolle – sollte dies erfolgen, wäre KNDM die erste Online-Plattform, die einen Anteil an der dpa besäße.
Zuletzt hatte es bereits Spekulationen über den Verbleib des Konzernerben im Deutschen Presserat gegeben. Dort sitzt Neven DuMont als einer der sieben vom Verlegerverband BDVZ entsandten Mitglieder. Formal hat er dieses Amt noch inne; allerdings hatte er sich Anfang des Jahres beklagt, dass Einladungen zu Zusammenkünften ihn nicht mehr erreicht hätten.
Seit geraumer Zeit arbeitet Neven DuMont am Aufbau seiner eigenen Firma KNDM GmbH. Er will ein Portal schaffen, dass sich mannigfaltigen Themen widmen soll, u.a. "Entschuldung der öffentlichen Haushalte, Umweltschutz, Verbraucherschutz, Verteidigung der Freiheitsrechte der Bürger (Überwachungsstaat, Bevormundung) sowie Staatliche Exzellenz und Effizienz". Auch die Gründung einer politischen Partei oder Bürgerinitiative hatte Konstantin Neven DuMont öffentlich angekündigt.

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