Werbemarkt wächst im Juli um 4,2%

Das Wachstum des deutschen Brutto-Werbemarktes setzt sich in etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres fort. 4,2% mehr als 2010 setzten die von Nielsen ausgewerteten Medien im Juli um, auf das Gesamtjahr hochgerechnet ergibt sich damit nun ein Plus von 4,8% gegenüber dem Vorjahr. Prozentual gesehen besonders deutlich nach oben ging es im Juli demnach für die vergleichsweise kleinen Werbeträger Kino und Plakat, unter den Zahlen des Vorjahres-Juli lag mit den Zeitungen nur ein Segment.

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374 Mio. Euro setzten die Zeitungen laut Nielsen im Juli mit Werbung um. 2010 waren es noch 396 Mio. Die Fachzeitschriften blieben mit 29 Mio. Euro auf Vorjahres-Niveau, alle anderen Branchen konnten zulegen. Auch in der Gesamtwertung der ersten sieben Monate 2011 liegen die Zeitungen damit unter den Vergleichswerten aus 2010: Ein Brutto-Werbeumsatz von 2,89 Mrd. Euro entspricht einem Minus von 1,3%.

Jeweils einstellige Zuwächse zwischen 3,0% und 4,1% verzeichnen das Fernsehen, die Fachzeitschriften, die Publikumszeitschriften und das Radio. Deutlich über dem Gesamt-Trend liegen hingegen die Plakatwerbung (+16,4%), das Internet (+23,7%) und das Kino (+30,7%). Bis auf das Internet handelt es sich bei diesen Gewinnern aber vornehmlich um vergleichsweise kleine Werbeträger:

(Tabelle: Nielsen)

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen und des Werbedrucks sind sie dennoch.

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