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Murdoch trumpft mit starker Bilanz auf

Der Sommer zählte zu den schwärzesten Kapiteln in der ruhmreichen Karriere des Rupert Murdoch – zu sehr kratzte die öffentliche Blamage im Zuge des "News of the World"-Skandals am Renommee des Medienzaren. Nun schlägt der Tycoon mit einer beeindruckenden Geschäftsbilanz zurück: News Corp. konnte deutliche höhere Gewinne und Umsätze verbuchen als erwartet. Lediglich der MySpace-Verkauf drückt das Ergebnis leicht. Wichtigste Nachricht für Aktionäre: Murdoch bleibt Konzernchef.

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Der Sommer 2011 zählt zu den schwärzesten Kapiteln in der ruhmreichen Karriere des Rupert Murdoch – zu sehr kratzte die öffentliche Blamage im Zuge des "News of the World"-Skandals am Renommee des Medienzaren. Nun schlägt der Tycoon mit einer beeindruckenden Geschäftsbilanz zurück: Das australo-amerikanische Medienkonglomerat konnte deutliche höhere Gewinne und Umsätze verbuchen als erwartet. Lediglich der MySpace-Verkauf drückt das Ergebnis leicht. Wichtigste Nachricht für Aktionäre: Murdoch bleibt Konzernchef.

Probleme? Die kennt Rupert Murdoch nur aus der Anhörung im britischen Parlament zum Abhörskandal um das eingestellte Traditionsblatt "The News of the World". Wirkte Murdoch im Juli noch desorientiert und angeschlagen, lief er im Conference Call zur Verkündungen der jüngsten Geschäftsergebnisse wieder zur Hochform auf. "So ein Verhalten hat keinen Platz bei News Corp.", gab sich der letzte große Medientycoon ganz als Krisenmanager. "Ich leite das Unternehmen seit 50 Jahren."

Und das immer noch höchst erfolgreich: Nach 2,54 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2009/2010 hat News Corp. in den vergangenen zwölf Monaten nunmehr 2,74 Milliarden Dollar eingefahren. Allein im gerade beendeten Schlussquartal waren es 683 Millionen Dollar.

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MySpace-Verkauf belastet Unternehmensergebnis
Fast wäre es sogar eine Milliarde Dollar geworden. Der Verkauf des strauchelnden Social Networks MySpace verschlechterte die Unternehmensbilanz jedoch um 254 Millionen Dollar. Die Abschreibung herausgerechnet, verdiente News Corp. 36 Cent je Aktie. Analysten hatten lediglich mit 30 Cents je Anteilsschein gerechnet.  

Auch die Umsätze entwickelten sich besser als von den Volkswirten prognostiziert: Mit 8,96 Milliarden Dollar lagen die Erlöse fast 500 Millionen Dollar über den Konsensschätzungen der Analysten. Vor einem Jahr hatte News Corp. noch 8,11 Milliarden Dollar umgesetzt.

Murdoch bleibt Konzernchef

Rupert Murdoch selbst machte deutlich, dass er trotz des „News of the World“-Skandals und seines hohen Alters keine Absichten habe, kürzer zu treten: "Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, das ich meine Rolle wie gewohnt ausführen sollte", erklärte der 80-Jährige. "Machen Sie keinen Fehler: Chase Cerry und ich führen das Unternehmen als Team."

Aktionären gefiel Murdochs Verbleib als Konzernchef sowie jüngste Geschäftsdaten offenbar: Die News Corp-Aktie legte nachbörslich knapp ein Prozent zu.

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