Fall Foht: Was wusste Intendant Reiter?

Die nächste Enthüllungen in der Affäre Foht: Wie die Bild in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, soll der Unterhaltungschef des Mitteldeutschen Rundfunks, der wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten vom Dienst suspendiert ist, auch beim Deutschen Fernsehballett "abkassiert" haben. Zudem berichtet die SuperIllu, die beim Preis "Goldene Henne" eng mit dem MDR zusammenarbeitet, dass Intendant Udo Reiter womöglich bereits schon 2009 von den Geldgeschäften des 60-Jährigen wusste.

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Der Verdacht gegen den scheidenden Sender-Chef stützt sich auf die Aussagen von zwei Personen, die Foht Geld geliehen haben. Die Gläubiger berichteten, dass der Unterhaltungschef erst nach einer Intervention der Intendanz bzw. der Fernsehdirektion seine Schulden beglich.

Nach Informationen der Bild soll der 60-Jährige ohne Wissen und ohne Genehmigung des MDR einen privaten Beratervertrag mit dem Deutschen Fernsehballett abgeschlossen haben. Das soll Foht eine fünfstellige Summe eingebracht haben.

Als Unterhaltungschef verpflichtet er das Ballet nicht für Sendungen und Shows des Mitteldeutschen Rundfunks, sondern auch für Produktionen, die in der ARD liefen.

Am gestrigen Mittwoch musste sich Foht den kritischen Fragen des MDR stellen. Das Gespräch soll rund drei Stunden gedauert haben. Weder der Sender noch Foht waren danach zu einer Stellungnahme bereit.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Foht wegen des Verdachts des Betrugs und der Untreue.

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