Xing steigert Gewinn um 95 Prozent

Nach den starken LinkedIn-Zahlen legt der deutsche Rivale nun nach: So verkündet die Xing AG heute stolz, dass man im ersten Halbjahr 2011 den "Erfolgskurs" fortsetzen und den Gewinn um erstaunliche 95 Prozent steigern konnte. Damit dürften die Kritiker des gerade vollzogenen Relaunches erst einmal verstummen. Die Zahlen beziehen sich jedoch auf den Zeitraum vor der Krise. Trotz der aktuellen Börsenverwerfungen gibt das Management jedoch einen positiven Ausblick.

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Nach den starken LinkedIn-Zahlen legt der deutsche Rivale nun nach: So verkündet die Xing AG heute stolz, dass man im ersten Halbjahr 2011 den "Erfolgskurs" fortsetzen und den Gewinn um erstaunliche 95 Prozent steigern konnte. Damit dürften die Kritiker des gerade vollzogenen Relaunches erst einmal verstummen. Die Zahlen beziehen sich jedoch auf den Zeitraum vor der Krise. Trotz der aktuellen Börsenverwerfungen gibt das Management jedoch einen positiven Ausblick.

Die Zahlen im Detail: Die Hamburger konnten ihren Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres um 25 Prozent auf 31,6 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis (EBITDA) steigerte sich um 60 Prozent auf 11,3 Millionen Euro. Zudem konnte die EBITDA-Marge um 8 Prozentpunkte auf 35 Prozent angehoben werden. Die Folge: Der Gewinn wurde im ersten Halbjahr 2011 nahezu verdoppelt: So erwirtschaftete die Xing AG mit rund 5,1 Millionen Euro ein Plus von 95 Prozent.

Ein besonderes Augenmerk in den ersten sechs Monaten des Jahres legte CEO Stefan Groß-Selbeck auf den Bereich E-Recruiting. Dieses Segment konnten ein Wachstum von 85 Prozent auf nun 5,5 Millionen Euro verbuchen. Der Umsatz im Bereich Advertising stieg dagegen um 53 Prozent auf 2,5 Millionen Euro.

Nach dem Kauf von Amiando überschritten die Erlöse aus dem Eventbereich auch zum ersten Mal knapp die Millionengrenze. In diesem Segment machten die Hamburger einen Umsatz von 1,1 Million Euro.

„Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2011 zeigt, dass sich unsere Strategie der Erschließung neuer Erlösquellen auszahlt", kommentiert Groß-Selbeck. "Sie machen mittlerweile rund ein Drittel unserer Umsätze aus. Im Bereich Social Recruiting konnten wir unsere Marktführerschaft in Deutschland weiter ausbauen und haben hier mehr als 800 neue Kunden hinzugewonnen. Auch die Zahl der Mitglieder haben wir weiter gesteigert.“

Tatsächlich konnte das Business-Netzwerk während des Berichtszeitraums weltweit rund 640.000 neue Nutzer gewinnen. 412.000 kommen dabei aus der DACH-Regio. Laut Unternehmensangaben hat Xing damit 25 Prozent mehr Mitglieder gewonnen als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der beitragszahlenden Mitglieder wuchs im ersten Halbjahr 2011 von 745.000 auf 769.000. Der US-Rivale LinkedIn verfügte per Ende Juni über 116 Millionen registrierte Nutzer und 82 Millionen monatliche Nutzer.

Insgesamt zählte die Plattform Ende Juni weltweit rund 11,1 Millionen Mitglieder, davon entfallen 4,9 Millionen auf Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Die Zeichen stehen bei Xing weiter auf Wachstum. Das Potenzial in unserem Heimatmarkt ist noch längst nicht ausgeschöpft," sagt Groß-Selbeck:.

Diese positiven Zahlen sind in doppelter Hinsicht wichtig für das Business-Netzwerk. LinkedIn, der große US-Konkurrent, startet gerade erst furios an der Börse, konnte bereits im zweiten Quartal – völlig überraschend – einen Gewinn ausweisen. Obwohl die US-Amerikaner im Mai noch vor Verlusten im laufenden Jahr gewarnt hatten,  erreicht sie schneller als erwartet die schwarzen Zahlen. 4,5 Millionen Dollar verdiente der Xing-Rivale im abgelaufenen zweiten Quartal und stellte auch für das Gesamtjahr ein sattes Plus in Aussicht. Zudem liefern die Zahlen den Hamburgern ein Top-Argument gegen die vielen kritischen Stimmen, die den vor wenigen Monaten vollzogen Relaunch zum Teil aufs Heftigste verurteilten.

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