Berliner Morgenpost startet Tabloid-Ausgabe

Verkappter Markttest oder tatsächlich nur eine "besondere Aktion"? Für mindestens vier Wochen, bis zu einer neuen Regierungsbildung in der Spree-Metropole, bringt Springer zusätzlich zur normalen Berliner Morgenpost noch eine neue Tabloid-Ausgabe heraus. Als "Zeitung zur Wahl" soll die Kompakt-Version die "wichtigsten politischen Wochen des Jahres in der Bundeshauptstadt" begleiten. Mit Hilfe des neuen Formats hoffen die Blatt-Macher, noch mehr junge und urbane Leser von der Zeitung zu überzeugen.

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Die erste Ausgabe erscheint am 15. August 2011. Wann die letzte Kompakt-Ausgabe an den Hauptstadt-Kiosken liegen wird, ist dagegen noch völlig offen. Denn die Aktion endet nicht mit der Wahl am 18. September, sondern mit der Vereidigung eines neuen Bürgermeisters.

Die neue Kompakt-Version gibt es ab den 15. August

Die Inhalte der Kompakt-Version speisen sich aus dem Mutterblatt. Sie werden jedoch nicht komplettt und identisch übernommen. Die Welt kompakt, der junge  Ableger der überregionalen Qualitätszeitung stand bei dem Projekt der Regional-Zeitung sicherlich Pate

"Im Rahmen unserer Aktion möchten wir eine jüngere, urbane Zielgruppe mit einem kompakten Berliner Qualitätstitel über das wichtigste politische Ereignis der Hauptstadt informieren", sagt Chefredakteur Carsten Erdmann. "Die bevorstehenden Wahlen in Berlin sind für uns der ideale Zeitpunkt, mit kompetenter, hintergründiger Berichterstattung in einem attraktiven Format neue Leser für die Marke Berliner Morgenpost zu begeistern.“

Die normale nordische Version der Berliner Morgenpost

Die Kompakt-Ausgabe wird zwischen 44 und 48 Seiten umfassen und montags bis freitags erscheinen. Vertreiben wird die Zeitung ausschließlich im Einzelverkauf. Der Preis liegt bei 90 Cent.

Die neue Ausgabe wird jedoch keinen Einfluss auf die Auflage haben. Denn begrenzte Aktionen werden werden von der IVW nicht gemessen. Im zweiten Quartal 2011 kam die Zeitung auf einen Gesamtverkauf von 120.493 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein moderates Minus von drei Prozent. Innerhalb von fünf Jahren verloren die Berliner allerdings elf Prozent ihrer Auflage.

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