IVW: n-tv.de legt kräftig zu, FAZ.net verliert

Die Online-Nachrichtenbranche kann zufrieden sein. Trotz Urlaubszeit konnte sie ihre Visits-Zahlen laut IVW leicht gegenüber dem Juni ausbauen. Dramatische Themen wie die Anschläge in Norwegen waren dafür mitverantwortlich. Größter Gewinner in der Top Ten ist dabei n-tv.de, das bei den redaktionellen Visits aus dem Inland 10,3% gewann. FAZ.net gehört hingegen zu den wenigen Verlierern im Vorderfeld des Rankings. Noch deutlicher verlor auf Platz 22 die Berliner Morgenpost: satte 19,3%.

Anzeige

Ganz vorn bleiben wie immer die beiden größten deutschen Online-Leitmedien Bild.de und Spiegel Online. Mit 142,09 Mio. bzw. 110,30 Mio. redaktionellen Visits aus dem Inland lagen beide in etwa auf Vormonats-Niveau. Bild.de gewann 0,4%, Spiegel Online verlor 0,3%. Beide landeten damit aber unter den Branchen-Normalwerten, denn alle derzeit ca. 200 von MEEDIA als Nachrichten-Websites gewerteten Angebote gewannen im Durchschnitt 1,3% hinzu. Folge: Bei den exklusiv von MEEDIA errechneten Marktanteilen verloren die beiden Großen 0,23 bzw. 0,31 Punkte.

Am deutlichsten zulegen konnte in dieser Wertung hingegen n-tv.de: Das Visits-Plus von 10,3% entsprach einem Marktanteilsgewinn von 0,35 Punkten und einem Sprung von Platz 6 auf 4 des IVW-Rankings. Focus Online rutschte hingegen von 4 auf 6 – mit einem kleinen Marktanteilsrückgang von 0,1 Zählern. Welt Online und sueddeutsche.de verbesserten sich, sueddeutsche.de mit einem Plus von 0,19 sogar recht kräftig.

Auf den Rängen 11 bis 25 heißen die größten Gewinner des Monats DerWesten (+0,10) und vor allem manager magazin online (+0,14). Marktanteile eingebüßt hat hingegen besonders die Berliner Morgenpost, der mit einem Visits-Verlust von satten 19,3% auch 0,15 Marktanteilspunkte abhanden gegangen sind. Auch das Hamburger Abendblatt verlor recht deutlich: 0,09 Zähler.

In der zweiten Hälfte des Top-50-Rankings gibt es ebenfalls vergleichsweise klare Gewinner und Verlierer. Nach oben ging es dabei für das Medienhaus Lensing bzw. die Ruhr Nachrichten (+0,04), die Badische Zeitung (+0,03), die Schwäbische Zeitung (+0,03) und die Westfälischen Nachrichten (+0,03). Angesichts der recht geringen Marktanteile auf diesen Plätzen sind solche Zugewinne schon ein beachtlicher Erfolg.

Nach unten ging es hingegen vor allem für die Augsburger Allgemeine (-0,04), die BZ-Berlin (-0,03) und die Leipziger Volkszeitung (-0,03). Knapp hinter der Top 50 folgt auf Rang 52 nun die Aachener Zeitung. Sie wuchs auf den ersten Blick bei den redaktionellen Inlands-Visits um heftige 45,9%. Des Rätsels Lösung: Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten werden ab sofort nicht mehr getrennt, sondern gemeinsam ausgewiesen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige