Fall Foht: MDR-Intendant fordert Sondersitzung

MDR-Intendant Udo Reiter hat sich in einem Brief an den Rundfunkrat gewandt und angedeutet, dass sich der suspendierte Unterhaltungschef Udo Foht womöglich in einem größeren Umfang bereichert habe, als bisher angenommen. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung.

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"Dabei geht es nach den vorliegenden Informationen um eine im MDR nicht projektierte Unterhaltungsshow, entsprechenden Sendeplatzversprechen von Herrn Foht und Zahlungen zwischen verschiedenen Firmen in sechsstelliger Höhe. Aufgrund der bislang vorliegenden Unterlagen muss davon ausgegangen werden, dass die gezahlten Gelder von Herrn Foht oder anderen für private Zwecke verwendet wurden", zitiert die Mitteldeutsche Zeitung aus dem Brief. Reiter eine Sondersitzung zum Fall Foht gefordert haben.
Auch Stefan Gebhardt, Mitglied des MDR-Rundfunkrates, sprach sich für eine Sondersitzung des Fernsehausschusses aus. "Es muss Schaden vom Sender abgewendet werden, wenn das überhaupt noch möglich ist", kommentierte Gebhardt die Vorwürfe gegen den suspendierten Unterhaltungschef Udo Foht.
Gleichzeitig sagte Gebhardt, dass er die schnelle Suspendierung Fohts durch den Sender begrüße. Dennoch blieben weitere Fragen und ein "erheblicher Aufklärungsbedarf" bestehen, die nicht erst am 26. September 2011 geklärt werden könnten. Für den Tag ist die Wahl des Nachfolgers von Intendant Udo Reiter festgelegt.
Über einen Vertrauten hatte Foht dem Focus am Wochenende übermitteln lassen, dass er die Vorwürfe der Untreue und des Betrugs zurückweise. Er habe nie einen Euro aus den von ihm beschafften Krediten für sich selbst benutz

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