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Börsen-Beben: der Absturz der Medienaktien

Das große Crash-Gespenst geht wieder an den Aktienmärkten um: So dramatisch wie seit der großen Finanzkrise 2008 nicht mehr sind die Weltbörsen in der vergangenen Woche eingebrochen. Erst der unbefriedigende Kompromiss im US-Schuldenstreit, dann neuerliche Rezessionssorgen in den USA und schließlich die Herabstufung der Top-Bonität der Vereinigten Staaten – die Börsen gehen auf Talfahrt. Ganz vorne dabei – deutsche Medien- und Internetaktien. Seit Anfang August verloren Xing, Sky und Co 30 Prozent!

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Das große Crash-Gespenst geht wieder an den Aktienmärkten um: So dramatisch wie seit der großen Finanzkrise 2008 nicht mehr sind die Weltbörsen in der vergangenen Woche eingebrochen. Erst der unbefriedigende Kompromiss im US-Schuldenstreit, dann neuerliche Rezessionssorgen in den USA und schließlich die Herabstufung der Top-Bonität der Vereinigten Staaten – die Börsen gehen auf Talfahrt. Ganz vorne dabei – deutsche Medien- und Internetaktien. Seit Anfang August verloren Xing, Sky und Co 30 Prozent!

Es sind Größenordnungen, die die allerschlimmsten Erinnerungen wach werden lassen: 2,5 Billionen Dollar an Wert – einfach weggeblasen.  Und das binnen einer einzigen Handelswoche. Mehr als 1000 Punkte hat der Deutsche Aktienindex (Dax) seit Anfang August in der Spitze verloren – der Wochenverlust summierte sich auf erstaunliche 13 Prozent. So schlimm sah es  nicht mehr seit der großen Finanzkrise 2008 aus. Beachtlich – einige deutsche Medien- und Internetwerte wurden noch viel härter abverkauft:

Xing: – 33 Prozent

Der Einbruch ist verblüffend. Die Xing AG kann bisher auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit deutlich steigenden Aktienkursen zurückblicken – nicht zuletzt dank der Kursfantasie im Zuge des LinkedIn-IPOs. Nun jedoch wird die Xing-Aktie Opfer des eigenen Erfolges: Anleger sicherten ihre Gewinne ab und schickten die Xing-Aktie vergangene Woche auf eine rasante Talfahrt. Von den 63 Euro, die am vergangenen Montag noch notiert wurden, sind eine Woche später nur noch 43 übrig – ein Minus von einem Drittel.

Sky: – 30 Prozent

"What goes up must come down", Teil II: In der Spitze um 100 Prozent legte die Sky AG dieses Jahr bereits zu – so positiv sah die Bilanz noch Ende Juli aus. Eine Woche später ist das Plus auf knapp 40 Prozent zusammengeschmolzen.  Einen ganzen Euro ist die Sky-Aktie nach dem Kurssturz der vergangenen Woche günstiger: Aus 3,40 Euro wurden 2,40 – ein Minus von 30 Prozent.  

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ProSiebenSat.1: – 20 Prozent

Gute Zahlen, schlechte Kurse, Teil I: Es gab im ganzen Börsenjahr wohl keinen schlechteren Zeitpunkt für die Bekanntgabe von guten Geschäftsergebnissen als in der vergangenen Woche. So geschehen bei ProSiebenSat.1: Der Highflyer der Jahre 2009/2010 konnte abermals alle Analystenerwartungen übertreffen und ein Rekordergebnis vorlegen. Vergebens: Die Aktie stürzte binnen einer Woche um 20 Prozent auf nur noch 14,50 Euro ab.

Tomorrow Focus: – 15 Prozent

Gute Zahlen, schlechte Kurse, Teil II: Auch der Stadt-Nachbar Tomorrow Focus konnte Erfolge vermelden. Eine Umsatzsteigerung um 27 Prozent und eine Gewinnsteigerung um 33 Prozent wurden bekannt gegeben, reichten aber nicht, um Aktionäre zu befriedigen – die Anteilsscheine gaben in Crash-Woche um 15  Prozent.

Axel Springer: – 3 Prozent

Nur einer kam mit seiner Quartalsbilanz durch – die starken Halbjahreszahlen verschafften Europas größtem Zeitungsverlag zumindest eine kurze Verschnaufpause. Obwohl ein Fels in der Brandung des Börsensturms, mussten Springer-Aktionäre in den vergangenen Handelstagen trotzdem ein kleines Minus von 3 Prozent hinnehmen – verkraftbar.  

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