ARD und ZDF: Germany’s Gold verspätet sich

Die neue Online-Videothek von ARD und ZDF, Germany's Gold, kommt später als geplant. Bis Ende Juni wollten die öffentlich-rechtlichen Sender die Plattform beim Bundeskartellamt anmelden, doch daraus ist nichts geworden, meldet der Kontakter. Der geplante Starttermin im Dezember sei in Gefahr.

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"Die ursprünglichen Pläne darf man nicht in Stein gemeißelt sehen", sagte der Geschäftsführer von ZDF Enterprises, Stephan Adrian, gegenüber dem Kontakter. Nun wolle er den Antrag im September stellen. Dass das Bundeskartellamt das Vorhaben ablehnt, gilt als unwahrscheinlich, da ARD und ZDF zusammen nur rund fünf Prozent des Fernsehwerbemarktes ausmachen.
Die kommerziellen Töchter der Sendeanstalten, ZDF Enterprises und die WDR Mediagroup, sollen die Onlinevideothek betreiben. Nur sie dürfen laut Rundfunkstaatsvertrag privatwirtschaftlich auf dem Markt agieren. Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender wollen zusammen mit der Produzentenallianz, Studio Hamburg, Bavaria und dem Filmhändler Jan Mojto die Onlinevideothek aufbauen.
RTL und ProSieben waren im März damit gescheitert, eine ähnliche Plattform zu etablieren. Das Bundeskartellamt hatte kritisiert, dass ein wettbewerbsloses Duopol im TV-Markt entstehe. Gegen die Entscheidung wollten beide Sender gerichtlich vorgehen.

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