Mehr Google-News-Kontrolle für Verlage

Google gilt vielen Verlegern als Feindbild. Der Suchmaschinenriese ist zwar einer der größten Traffic-Bringer für Nachrichten-Sites, dennoch gibt es immer wieder Streit. Jetzt überlässt das US-Unternehmen Redaktionen mehr Kontrolle über ihre Inhalte in Google News. Mit der Funktion Editor's Picks "erlauben wir einer kleinen Gruppe von Publishern ihre eigenen News über die Editor’s Pick-Sektion zu bewerben", heißt es im offiziellen Blog. Eine versöhnliche Geste auch bald für deutsche Verlage?

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Die neue Funktion findet sich in der rechten Spalte von Google News. Vorerst ist sie jedoch nur in der US-Version verfügbar. Dort können Verlage die wichtigsten Artikel von ihren Websites auswählen und als sogenannte Editor’s Picks einstellen. Zum Start in den USA sind unter anderem die New York Times, das Wall Street Journal und The Atlantic dabei. Nutzer können sich über Pfeilsymbole durch die Auswahl der Portale klicken. Außerdem können sie Google mitteilen, von welchen Quellen sie mehr sehen möchten und von welchen weniger. Welche Feeds den Nutzern angezeigt werden, ermittelt Google aus den bevorzugten News-Quellen.

Zu Editor’s Picks hatte Google bereits im vergangenen Jahr eine Testphase in den USA gestartet. Das Ergebnis sei sehr positiv ausgefallen, schreibt der Konzern in seinem eigenen Blog. Leser kämen schneller zu den Nachrichten, die für sie relevant sind, und Verlage zählten mehr Besucher auf ihren Websites. Ob und wann die Funktion nach Deutschland kommt, ist noch unklar.

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