ARD machte falsche Angaben zu Online-Investitionen

Die ARD hat deutlich mehr Geld für ihre Online-Aktivitäten ausgegeben, als bisher bekannt war. Laut einer Stellungnahme zu einem Bericht der Financial Times Deutschland hat der öffentlich-rechtliche Sender seine Web-Investitionen jahrelang kleingerechnet.

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Die FTD hatte gemeldet, dass sich die Ausgaben innerhalb weniger Jahre mehr als verdoppelt hätten. Von 206,9 Millionen Euro in der Gebührenperiode 2005 bis 2008 auf 442,7 Millionen Euro in der laufenden Periode. In ihrer Stellungnahme zum Bericht der Wirtschaftszeitung schreibt die ARD: "Mit Zahlen ist das so eine Sache. Für sich genommen stimmen sie, aber wenn die Vergleichbarkeit nicht gegeben ist, ergibt sich schnell ein falsches Bild. So auch im Artikel der Financial Times Deutschland (04.08.2011: "Jetzt kracht’s")".
Weiter heißt es bei der ARD, "dass die Telemedien-Aufwendungen der aktuellen mit den Online-Aufwendungen der zurückliegenden Gebührenperiode strukturell nicht vergleichbar sind. Der Grund: die aktuellen Kosten werden umfassender berechnet als in der Vergangenheit. So werden jetzt z. B. auch weitere anteilige Kosten im Bereich der Redaktionen, der Informationstechnik sowie der Verbreitung berücksichtigt." Das heißt also, diese Kosten wurden früher nicht mit berechnet. Die wahren Ausgaben lagen also höher.

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