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Axel Springer versöhnt die Börse

Befreiungsschlag aus Berlin: Nach einem kräftigen Kursrutsch von in der Spitze 30 Prozent seit Januar startete die Axel Springer-Aktie am Mittwoch wieder durch. Auslöser für eine Kursexplosion von in der Spitze mehr als 14 Prozent waren Quartalszahlen, die die Analystenschätzungen deutlich schlagen konnten. Vor allem die Dynamik des Digitalgeschäfts verblüffte die Experten. Analysten heben den Daumen, die Märkte folgen. Die Aktie bleibt 2011 indes zweistellig im Minus.

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Befreiungsschlag aus Berlin: Nach einem kräftigen Kursrutsch von in der Spitze 30 Prozent seit Januar startete die Axel Springer-Aktie am Mittwoch wieder durch. Auslöser für eine Kursexplosion von in der Spitze mehr als 14 Prozent waren Quartalszahlen, die die Analystenschätzungen deutlich schlagen konnten. Vor allem die Dynamik des Digitalgeschäfts verblüffte die Experten. Analysten heben den Daumen, die Märkte folgen. Die Aktie bleibt 2011 indes zweistellig im Minus.

Axel Springer hält Kurs: Der MDax-Konzern konnte gestern für das abgelaufene erste Halbjahr sowohl beim Umsatz als auch beim EBITDA ein zweistelliges Plus vermelden:  Um 10,5 Prozent zog der unbereinigte Konzerngewinn an, um 11,8 Prozent die Erlöse. Aktionäre verbuchten in den ersten sechs Monaten 2011 einen Gewinn von 1,49 Euro je Anteilsschein.  

Für Aufbruchsstimmung versucht Konzernchef Döpfner durch die Herausstellung des Erfolgs der digitalen Mediensparte zu sorgen – er sprach von einem "Wendepunkt in der Struktur des Unternehmens".

Gemeint ist damit die tatsächlich bemerkenswerte Entwicklung, nach der Axel Springer erstmals in einem Halbjahr mehr im Online- als im deutschen Printgeschäft erlöste: 318 Millionen aus dem Zeitungs- und Zeitschriften-Segment stehen 357 Millionen Euro gegenüber, die die Berliner mit ihrer Digitalsparte umsetzten, zu der u.a. StepStone, Immonet oder etwa die Online-Angebote der Printmarken zählen.

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Analyst: Zahlenwerk "sehr überzeugend"

Die guten Ergebnisse versetzten Börsianer, die die Springer-Aktie in den Vorwochen hart abgestraft hatten, dann auch wieder in Kauflaune. Bis auf fast 33 Euro schnellte die Aktie des MDax-Konzerns in der Spitze empor, nachdem tags zuvor noch bei unter 29 Euro neue Jahrestiefs markiert wurden. Zu Handelsschluss in Frankfurt blieb bei Kursen von knapp 32 immer noch ein Plus von 10 Prozent.  
    
Die Analystenzunft, die sich in den Vorwochen noch zugeknöpft gezeigt hatte, reagierte positiv auf das Zahlenwerk: Analyst Jochen Reichert von Warburg Research  nannte die Konzernbilanz gegenüber dem Wirtschaftsinformationsdienst dpa-AFX "sehr überzeugend".

Trotz Erholungsrallye: Springer-Aktie 2011 noch 22 Prozent hinten

Für die weitere Geschäftsentwicklung sieht Reichert, der Axel Springer weiter mit "Kaufen" und einem Kursziel von 48 Euro einstuft, positive Impulse: "Preiserhöhungen bei der Bild-Zeitung, ein fortlaufendes strukturelles Wachstum im Segment Digitale Medien und ein sich verbesserndes Umfeld für Werbeausgaben im Segment Zeitungen im zweiten Halbjahr sollten eine gute Basis für eine Wende in der Entwicklung des Aktienkurses sein", erklärt der Warburg-Analyst.

Die Börsenrealität sieht indes noch anders aus: Trotz des  gestrigen Kurssprungs und der moderaten Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 10 notiert die Springer-Aktie bei 32 Euro immer noch 22 Prozent unter dem Startniveau des Jahres. Der Weg ins positive Kursterrain ist auch nach der gestrigen Erholungsrallye noch ziemlich weit. 

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