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Tops und Flops von kicker und Sport Bild

Am Freitag ist es endlich so weit. Nach einer wie immer viel zu langen Sommerpause geht die Fußball-Bundesliga in eine neue Saison. Auch für die beiden großen Sportmagazine kicker und Sport Bild hat die heiße Phase begonnen, der Kampf um die Leser, die euphorisch alle Liga-News aufsaugen, ist hart. Doch wann und mit welchen Themen sind die beiden Magazine überhaupt besonders erfolgreich? MEEDIA hat die Heftauflagen des bisherigen Jahres untersucht und präsentiert Verkaufs-Tops und -Flops.

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Die Sport Bild ist sowohl im Gesamtverkauf, als auch bei den Abos und am Kiosk der erfolgreichere der beiden Titel. Für unsere Analyse haben wir aber nur die Einzelverkäufe in Kiosk, Supermarkt & Co. herangezogen, da diese Zahlen mehr als die anderen Auflagenkategorien zeigen, in welchen Phasen und mit welchen Titel die Magazine punkten.

Die mit gigantischem Abstand erfolgreichste Sport Bild war im bisherigen Jahr 2011 die Ausgabe 20. Mit 351.775 Einzelverkäufen ging sie fast 120.000 mal öfter über die Ladentische als die anderen 25 Hefte des ersten Halbjahres. Der Grund: Das Magazin gab es neben der normalen Ausgabe auch als DVD-Ausgabe mit den Highlights der damals frisch zu Ende gegangenen Bundesliga-Saison 2010/11. Auch das zweiterfolgreichste Heft verkaufte sich wohl wegen einer Beilage so gut: Ausgabe 25/2011 kam mit einem 48-Seiten-Special zur Frauen-WM und ging 267.774 mal über die Ladentische.

  

Dahinter wird deutlich, warum die Sport Bild so oft auf Titel mit Akteuren vom FC Bayern München setzt. Offenbar verkauft sich das Magazin dann meist recht gut. So finden sich auf den Rängen 3 bis 5 der Charts des ersten Halbjahres 2011 einmal Uli Hoeneß und zweimal Louis van Gaal. Verkauft haben sich die Hefte jeweils etwas mehr als 240.000 mal. Ausgabe 2/2011 (Platz 5) lag allerdings das Topps-Stickeralbum zur Bundesliga bei – auch das war sicher ein starkes Kaufargument. Der größte Flop des bisherigen Jahres war mit nur 210.799 Einzelverkäufen Heft 13/2011. Titelheld: Christoph Daum.

  

Der kicker, der bekanntlich zweimal pro Woche erscheint, verkauft sich am Montag deutlich besser als am Donnerstag – die Montags-Ausgabe ist mit dem Mantelteil und den aktuellen Spielberichten offenbar attraktiver. Im ersten Halbjahr platzierten sich 23 der 26 Montags-Ausgaben vor den 26 Donnerstags-Ausgaben. Die Galerie der 5 meistverauften kicker des bisherigen Jahres sieht dabei überraschend eintönig aus. Mit der Meisterschale und Schlagzeilen wie "Meister!", "Meisterlich!", sowie "…und wer wird Zweiter?" haben vier Borussia-Dortmund-Titel den Sprung in die Top 5 geschafft. Die drei meistverkauften Hefte erschienen allerdings auch nach den drei letzten Bundesliga-Spieltagen – der Zeitpunkt dürfte daher noch mehr für Top-Verkaufszahlen gesorgt haben als die Titelgestaltung. Verkauft hat sich die Sieger-Ausgabe 40/2011 vom 16. Mai am Kiosk 147.616 mal.

  

Zwischen die vielen Borussia-Dortmund-Titel konnte sich Heft 38/2011 schieben – mit Manuel Neuer. Es fand am Kiosk 127.601 Abnehmer und damit knapp 10.000 weniger als die Nummer 36/2011 eine Woche zuvor (137.548). Nicht in der Endphase der Saison erschienen sind hingegen die Nummer 4 und 5 der Charts: Ausgabe 18 und 6 liegen mit 127.569 und 125.124 allerdings auch nicht so deutlich über den Normalwerten des Magazins. Die mit Abstand erfolgloseste Ausgabe des bisherigen Jahres erschien wegen Himmelfahrt erst am Freitag, den 3. Juni und lag damit auch kürzer am Kiosk als normalerweise. Das EM-Quailfikationsspiel gegen Österreich am selben Abend lockte da nur 80.432 Käufer – der klare letzte Platz.

  

Einen letzten großen Verkaufserfolg vor der neuen Saison dürfte im Übrigen die Sport Bild in dieser Woche erreichen. Auch Ausgabe 31 liegt nämlich mit zwei Versionen am Kiosk. Eine normale und eine mit einer Magnet-Bundesliga-Tabelle. Beworben wird sie mit einem Seitenhieb Richtung legendäre kicker-Stecktabelle: "Stecken war gestern!". Eine kleine MEEDIA-Stichprobe in Düsseldorf zeigte, dass die 3,50-Euro-Ausgabe vielerorts  bereits am Mittwochmorgen ausverkauft war.

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