Foht brachte Produktionsfirma den Ruin

Jeden Tag kommen neue dubiose Details in der Affäre um MDR-Manager Udo Foht ans Licht. Wie Welt Online berichtet, trägt der Unterhaltungschef auch für den finanziellen Ruin einer Produktionsfirma die Verantwortung. Foht hatte diese mit der Entwicklung eines Schlager-Formats im Wert von 350.000 Euro beauftragt, allerdings ohne Arbeitsvertrag und ohne, dass der MDR davon Kenntnis gehabt haben soll. Mehrere ehemalige Geschäftspartner bestätigten, dass diese Praktiken zu Fohts Methode gehört haben sollen.

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Im Fall der genannten Produktionsfirma Classic Art aus Leipzig soll Foht nach dem bereits fertig gestellten Format den Auftrag wieder abgesagt haben mit der Begründung, dass ihm der MDR keine Genehmigung dafür erteilen werde. Der MDR-Manager soll den Auftrag dann über eine andere Firma abgewickelt haben, die Eventagentur Compact-Systems, die die Lizenz von der ursprünglichen Firma erworben haben soll.
Doch auch das schien finanziell nicht reibungslos zu klappen, so dass Foht Hans R. Beilein, den Erfinder des Volksmusik Grand Prix, um eine Vorfinanzierung bat. Nach Recherchen von Welt Online fließen in diesem Zusammenhang rund 180.000 Euro an Compact-Systems. Foht soll dann weitere 180.000 Euro gezahlt haben, um das Format als Kaufproduktion zu erwerben. Die Folge: Für das Geschäft von Classic Art bedeutet dieser Vorgang das Aus, sie bleibt auf den Ausgaben sitzen. Auch Beierlein soll noch auf Geld von Foht warten.
Wie Welt Online weiter schreibt, soll Foht schon vor rund zehn Jahren vom MDR abgemahnt worden sein, weil er Produktionen im Wert von sechsstelligen Beträgen in Auftrag gegeben haben soll, ohne dass er dafür die Genehmigung besaß. Offenbar konnte Foht diese Praxis ohne interne Kontrollen durchführen, ähnlich wie der Kika-Manager, der jahrelang unbemerkt Gelder im MDR veruntreute.

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