Bild/Welt: über 125.000 Digital-Verkäufe

Anlässlich der Vorstellung der Halbjahres-Zahlen präsentierte die Axel Springer AG auch detaillierte Zahlen über die Verkäufe von Bild und Welt auf mobilen Digital-Geräten wie iPhone, iPad und Android-Geräten. Demnach verkauft Bild im Schnitt 108.000 Ausgaben und die Welt 17.000 digitale Ausgaben täglich. Der Umsatz des Verlags kletterte insgesamt im 1. Halbjahr um knapp 12 Prozent, der operative Gewinn stieg um 10,5 Prozent auf 288,7 Mio. Euro auf einen Höchststand.

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Die Zahlen, die Springer zu den Digital-Verkäufen auf iPad und Co. nun vorlegt, dürften manche in der Branche positiv überraschen. Nach den Ergebnissen einer von Springer durchgefürten Studie investieren iPad-Nutzer durchschnittlich über 100 Euro pro Jahr in Apps. Über 54 Prozent der digitalen Welt-Ausgaben (9.132 pro Tag) und über 16 Prozent der digitalen Bild-Ausgaben (17.492 pro Tag) werden an ein iPad ausgeliefert. Das ist beeindruckend, wenn man bedenkt, wie gering derzeit noch die Verbreitung des Tablet-PCs von Apple ist.

Weitere Zahlen aus Springers Digital-Reich: Auto Bild verkauft im Schnitt rund digitale 3.000 Exemplare pro Ausgabe, das Hamburger Abendblatt rund 3.100, die Berliner Morgenpost rund 1.000. Laut der Marktforschungsstudie iPad-Panel, die von Axel Springer Media Impact durchgeführt wurde, beschäftigen sich Leser durchschnittlich rund 25 Minuten mit einer iPad-Ausgabe der Bild, rund 33 Minuten mit einer Welt-Ausgabe und sogar 69 Minuten mit einer Autp Bild auf dem iPad.
Zu den Gesamt-Zahlen fürs 1. Halbjahr 2011: Der Konzern steigerte das EBITDA um 10,5 Prozent auf 288,7 Millionen Euro und den Umsatz um 11,8 Prozent auf 1,525 Milliarden Euro. Den größten Anteil am Wachstum hatten wie in den Quartalen zuvor die digitalen und internationalen Medien. Unterm Strich bleibt ein Netto-Gewinn von 151,2 Millionen Euro, was einen leichten Rückgang im Vergleich mit dem Vorjahr darstellt. Getragen wurde das Wachstum durch ein Umsatzplus von 53,4 Prozent bei den internationalen Printmedien und von einem Anstieg um 30,3 Prozent bei den digitalen Medien. Sie trugen 38,8 Prozent zum Konzern-Ebitda und fast die Hälfte (44 Prozent) zum Umsatz bei.
Auch der Anteil der Auslandserlöse am Konzernumsatz stieg weiter an und erreichte im ersten Halbjahr 32,6 Prozent. Im Vorjahr waren es 25,8 Prozent. Axel Springer erhöhte den Umsatz im internationalen Geschäft um 41,1 Prozent auf 497,1 Millionen Euro (Vorjahr: 352,3 Millionen Euro), vor allem durch den Ausbau des Osteuropageschäfts und die internationale Expansion der digitalen Medien.
Rückläufig war hingegen das Inlands-Printgeschäft. Das Segment Zeitungen National verminderte seinen Umsatz um 3,3 Prozent auf 565,1 Millionen Euro. Die Werbeerlöse sanken im ersten Halbjahr um 6,8 Prozent, wobei der Vorjahreswert durch zusätzliche Werbeerlöse im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer auf einem besonders hohen Niveau lag. Das operative Geschäftsergebnis der inländischen Zeitungen belief sich auf 128,5 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 155,5 Millionen Euro. Die Vertriebserlöse blieben nahezu stabil und profitierten dabei unter anderem von Preiserhöhungen bei Bild im zweiten Quartal 2011. Mit einer Ebitda-Rendite von 18,9 Prozent (Rückgang um 0,2 Prozent verglichen mit dem Vorjahr) blieb Axel Springer profitabel. Die inländischen Zeitungen erreichten dabei eine Ebitda-Rendite von 22,7 Prozent. Die Profitabilität der inländischen Zeitschriften lag mit 23,7 Prozent auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, sagte: "Unsere Initiative für Bezahlinhalte im Internet macht Fortschritte, und wir werden diesen langfristigen Paradigmenwechsel weiter beharrlich vorantreiben." Der Vorstand von Axel Springer bestätigt die Prognose und erwartet nach wie vor für das Geschäftsjahr 2011 einen Anstieg der Gesamterlöse im einstelligen Prozentbereich. Für das EBITDA rechnet der Vorstand im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

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