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Neuer Ärger für Ergo: Jetzt kommt Sonneborn

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Comedian Martin Sonneborn nimmt die krisengebeutelte Ergo-Versicherung auf die Schippe, die am Mittwoch eine Pressekonferenz "zur Aufklärung der aktuellen Vorwürfe" (Sexpartys in Budapest) veranstaltet. Zu dem Event lud sich der Ex-Titanic-Chefredakteur nun selbst ein und will "in frivoler Aufmachung um Aufklärung bitten" . Via Facebook fordert er auch die Anhänger seiner Partei auf zu kommen. Mehr als 300 Gäste haben bereits zugesagt.

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Vor der Düsseldorfer Zentrale der Ergo könnte es am Mittwochvormittag einen Massenauflauf geben. Kämen alle Facebook-Fans von Martin Sonneborns "Die Partei", wären knapp 6.000 Menschen vor dem Gebäude versammelt. Wie der Comedian hofft, werden "Gäste in frivoler Aufmachung, in Bademänteln, mit Sektflaschen, blauen Armbändern, ohne Bademäntel, die vor ERGO (Versicherungen, Sexpartys in Budapest etc.) um Aufklärung bitten, von der Presse aufmerksam zur Kenntnis genommen".
Über Facebook organisierte Partys versetzten zuletzt ganze Städte in Angst und Schrecken. So sagten zu einer Geburtstagsfeier in Hamburg mehr als 15.000 Menschen aus ganz Deutschland zu. Rund 1.600 davon kamen wirklich zur versehentlich öffentlich eingestellten Feier. Im Juni 2009 lud ein 26-Jähriger bei MeinVZ zu einer Spontanparty nach Westerland auf Sylt ein. 5.000 Partygäste belagerten die Stadt für einen Tag und hinterließen einen riesigen Müllhaufen. Auch in England wollte im vergangenen Jahr ein Mädchen eine Feier schmeißen. Aus den 15 eingeladenen Gästen wurden 21.000 Anmeldungen für das Fest. Daraufhin entzog ihr ihre Mutter den Internetzugang.
Auf Nachfrage des Handelsblatt teilte Sonneborn mit, es gebe keinen tieferen Sinn für die Einladung: „Wir unterstützen nur die Ergo-Versicherung im Ringen um Aufklärung und Aufmerksamkeit.“ Die Versicherungsgruppe Ergo äußerte sich nicht dazu, wie sie mit der drohenden Spaß-Party vor der eigenen Haustür umgehen will.

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