Foht-Skandal: Die Spur führt nach Berlin

Immer weitere Details über die seltsamen Finanzgeschäfte des suspendierten MDR-Unterhaltungschefs Udo Foht dringen ans Licht. Wie “Welt Online” berichtet, führen die Ermittlungen zu einer Berliner Firma namens Just for Fun. Mindestens zweimal soll Foht über diese Firma dubiose Finanztransaktionen abgewickelt haben. Auch ein Privat-Darlehen von Burda-Manager Philipp Welte Foht soll sich im Namen des Senders Geld bei Freunden und Geschäftspartnern beschafft haben.

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U.a. hat er sich bei dem früheren MDR-Pressesprecher und heutigen Burda-Vorstand Philipp Welte 30.000 Euro geliehen. Dem Spiegel sagte Welte: "Man ist fassungslos, wenn man einem langjährigen Freund in einer für ihn schwierigen finanziellen Situation privat finanziell hilft und plötzlich merken muss, dass man offenbar Objekt eines dubiosen Systems geworden ist." Auch Welte Privat-Darlehen wurde über die Berliner Firma Just for Fun abgewickelt, die laut Welt Online dem TV-Journalisten Carsten Weidling und dem Immobilienkaufmann René Bohacek gehört. Zumindest von Weidling ist bekannt, dass er als TV-Journalist auch für den MDR arbeitet.

Auch der bekannte Volksmusik-Manager Hans R. Beierlein überwies Geld an Foht. Dieser habe angegeben, es handle sich um einen Zuschuss für eine TV-Sendung. In Fohts Zuständigkeitsbereich beim MDR fielen zahlreiche Volksmusik-Shows und auch die Übertragung des Burda-Medienpreises Bambi. Sowohl mit Welte als auch mit Beierlein war Foht also geschäftlich verbunden.

Mittlerweile ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Leipzig laut Welt Online gegen Foht wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue. Wie genau die Verbindungen zwischen Foht und der Firma Just for Fun sind und wofür er das von diversen Leuten geliehene Geld verwendete, das ist bisher noch unklar. Aber im Fall Foht ist ganz sicher das letzte Wort noch lange nicht gesprochen und geschrieben.

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