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Vergleichstest: miese Noten für Appstores

Stiftung Warentest hat App-Stores verschiedener Anbieter getestet und kommt zu einem "insgesamt schlechten Gesamtergebnis". So ließen bei den meisten App-Stores die Transparenz beim Einkauf und der Umgang mit den Kundendaten zu wünschen übrig. Auch am Appstore von Apple übt die Stiftung Kritik. Von 10 App-Stores kam keiner über ein „befriedigendes“ Urteil hinaus. Drei sind sogar „mangelhaft“, darunter auch Blackberry App World von Research In Motion.

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Nur Microsofts Windows Phone Marketplace (Note 3,2) sowie der Android Market (Note 3,3) von Google erzielten ein „befriedigend“. Apples App Store (Note 3,8) sei nur „ausreichend“, so das Ergebnis der Testreihe, weil er “wegen deutlicher Mängel im Kleingedruckten”, also den allgemeinen Geschäftsbedingungen, abgewertet wurde. Noch schlechter schnitten die App-Stores Blackberry App World, Nokias Ovi Store und der Opera Mobile Store ab. Jeder Shop wurde anhand von 130 Merkmalen getestet.

“An die mittlerweile üblichen Qualitätsstandards deutschsprachiger Seiten von Internethändlern kommen die App-Stores bei weitem nicht heran”, heißt es in einer Mitteilung. Teilweise seien die Produktinformationen auf den Webseiten äußerst dürftig, oft nur in Englisch verfasst oder via Übersetzungsprogramm in “hanebüchenes Deutsch” übertragen.

Vor allem aus Datenschutzsicht bestehe noch viel Handlungsbedarf. So würden viele App-Stores ihre Kunden nicht darüber informieren, auf welche Telefonfunktionen und Daten die angebotenen Apps zugreifen. Datenschützer warnen davor, dass App-Stores oder die App-Entwickler über viele Apps Zugriff auf private Daten, zum Beispiel das persönliche Adressbuch, haben, ohne dass die Nutzer dies merken. Zu ähnlichen Ergebnissen war auch schon eine ausführliche Recherche des Wall Street Journal gekommen.

Auch mangele es an Transparenz, heißt es weiter. Denn die Hälfte der App-Stores bietet kein ordnungsgemäßes Impressum, das an einer übersichtlichen Stelle vollständige Informationen über den Anbieter zeigt. Dadurch fehle dem Kunden eine einfache Möglichkeit, bei Beschwerden Kontakt mit ihrem Vertragspartner aufzunehmen.

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