MDR: Neue Vorwürfe gegen Udo Foht

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat weitere Vorwürfe gegen den am Mittwoch suspendierten Unterhaltungschef Udo Foht erhoben. Der Sender hatte ihn suspendiert, weil Foht Geschäftspapiere des Senders dazu benutzt haben soll, um “Zahlungen von Dritten zu veranlassen”. Nun gebe es Erkenntnisse, dass Foht in weiteren Fällen gegen Dienstanweisungen verstoßen und seine Position missbraucht habe. Welche neuen Erkenntnisse dies sind, darüber schweigt man beim MDR.

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"Der MDR wird den Vorgang vorbehaltlos, sachgerecht und transparent aufklären. An Spekulationen und Vorverurteilungen werden wir uns aber nicht beteiligen", sagte MDR-Unternehmenssprecher Dirk Thärichen. Auch die neuen Fälle werde man den Ermittlungsbehörden übergeben. Details wollte der Sender mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht mitteilen. Am 4. August sei eine Anhörung Fohts zu den Vorfällen geplant. Udo Foht ist seit der Gründung des MDR in der Fernsehunterhaltung tätig. Am 1. Januar 1996 wurde er zum Programmchef Unterhaltung ernannt.

Der MDR stand erst kürzlich im Zentrum einer Affäre um den dort angesiedelten ARD/ZDF Kinderkanal Kika. Ein Mitarbeiter hatte über Jahre Scheingeschäfte getätigt und den Sender um über acht Millionen Euro betrogen. Zwischenzeitlich gab es Vorwürfe, dass die Kontrollen im Sender versagt hätten und noch weitere Mitarbeiter in den Skandal verstrickt sind. Ob die Unregelmäßigkeiten im Fall Foht im Zuge verschärfter Kontrollen nach der Kika-Affäre aufgedeckt wurden, ist noch unklar.

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