Macht Facebook Feldberg zu Terence Hill?

Wo Bud Spencer ist, kann sein kongenialer Partner Terence Hill nicht weit sein: Nach dem Web-Hype um die Namensgebung eines Tunnels in Schwäbisch Gmünd planen schwäbische Facebook-Spaßmacher den nächste Streich. In einer Gruppe innerhalb der US-Plattform rufen sie nun dazu auf, dass der Feldberg, mit 1.493 Metern immerhin der höchste Berg des Schwarzwalds, umbenannt wird. Er soll dann - Achtung Wortwitz - "Terence Hill" heißen.

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Das Wortspiel mit Hill, dem englischen Wort für Berg bzw. Hügel, ist tatsächlich ganz charmant. Ansonsten fehlt der Aktion die besondere Spaß-Logik, die die Bud Spencer-Aktion auszeichnete. Denn die Organisatoren der Tunnel-Namensgebung konnten immerhin mit dem regionalen Bezug argumentieren. Der italienische Haudrauf war tatsächlich schon einmal in Schwäbisch Gmünd. 1951 nahm er als Schwimmer noch unter seinem bürgerlichen Namen Carlo Pedersoli an einem Länderwettkampf zwischen Italien und Deutschland im Gmünder Freibad teil. In zwei Disziplinen war der späterer Olympia-Teilnehmer sogar erfolgreich.
Am Ende hatten über 114.000 Nutzer für den “Bud Spencer-Tunnel” gestimmt und den Stadtrat so zu einem Kompromiss gezwungen. Der Tunnel bekommt einen anderen Namen, dass Freibad jedoch wird nach dem schwimmenden Kult-Schauspieler benannt.
Damit hat Bud Spencer endlich etwas geschafft, was bereits seinen schlagkräftigen Filmpartner gelungen war. Denn im sächsischen Lommatzsch gibt es bereits seit 1998 ein "Terence Hill Freibad". Der blonde Schauspieler ist zudem noch Ehrenbürger der Kleinstadt. Die Namensgebung hat sich Hill allerdings erkauft. Das Freibad wurde nach ihm benannt, weil er durch seine Spende eine neue Riesenrutsche finanzierte. Da stellt sich unweigerlich die Frage, ob nun auch sein schwerer Filmpartner seinem neuem Feibad in Schwäbisch Gmünd eine neue Rutsche kauft.
Damit auch der höchste Berg des Schwarzwaldes nach dem Italo-Star benannt wird, reicht es wohl nicht, einfach eine Rutschen springen zu lassen.  Überhaupt fehlt es der Aktion noch an der nötigen Masse. Bislang sammelte die Facebook-Gruppe rund 650 Sympathisanten ein.

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