Studie lüftet Geheimnis der Killer-Apps

Weniger als ein Prozent aller Apps wird mehr als eine Million Mal heruntergeladen. Ergo: Die große Masse an Apps schafft es gar nicht ins Bewusstsein, geschweige denn auf den Home-Screen der Massen. Trotzdem gilt für viele Unternehmen eine App nach wie vor als das Non-plus-Ultra, um in der Branche mitsprechen zu können. Eine aktuelle Studie von Deloitte erläutert, was eine App zur Killer-App macht, und warum viele Marken scheitern.

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So hätten im vergangenen Jahr Apple-User durchschnittlich 51 Apps heruntergeladen. Deloitte erwartet ein Wachstum von 83 Prozent für 2011. Nur zur Erinnerung: Wir reden hier von 83 Apps aus insgesamt 400.000 neuen Apps. 80 Prozent der Apps würden hingegen weniger als 1000 Mal heruntergeladen.

Ein Grund für den Misserfolg dürfte das Fehlen iPhone-typischer Features sein, so ein Ergebnis der Studie. So gingen viele Apps in ihrer Redundanz unter anstatt sich durch Mehrwert aus der Masse hervorzutun. Folgende Kriterien dürften die Beliebtheit einer App nachhaltig steigern:

Tragbarkeit: 81 Prozent
Nutzung des Beschleunigungssensors: 77 Prozent
Durchdachte Nutzung des Touchscreens: 61 Prozent
Geobasierte Dienste: 61 Prozent
Einsatz der Kamera: 59 Prozent

Auf die Facebook-App treffen beispielsweise vier der fünf Faktoren zu. Howard Davies, Medienpartner von Deloitte: Der App-Markt hat noch einen langen Weg vor sich, bevor er es mit dem Fernsehen aufnehmen kann, was die Aufmerksamkeitsstärke angeht. Allerdings wird er immer wichtiger für Marken. Marken sehen Apps als die ideale Gelegenheit, direkt mit ihren Kunden in Kontakt zu treten (…). Wenn Marken es richtig anstellen, können die Effekte enorm sein.”

Den Kunden müsse die App einen triftigen Grund geben, mehr personalisierte Werbung auf ihre Endgeräte geliefert zu bekommen, so Davies weiter. Auf Geräte, die zuvor frei von Werbung waren. Interessant: Überdies kommen die Macher der Studie zu der Erkenntnis, dass die Kosten für die Entwicklung einer App für zwei Plattformen bei 160 Prozent der Ursprungskosten für die Entwicklung einer App betragen würden.

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