Hacker wollen Attentäter-Manifest zerstören

Bevor Anders B. die folgenschweren Anschläge in Oslo und der nahegelegenen Insel Utoya verübte, hat der Attentäter ein 1516 Seiten starkes Manifest verfasst. Die Schrift trägt den Titel "2083 - European Declaration of Independence". Jetzt hat die Hackergruppe Anonymous Breivik zum neuen Angriffsziel auserkoren. Die Gruppe ruft dazu auf, das Manifest zu finden, umzuschreiben und wieder als vermeintliches Original zu veröffentlichen. Damit will die "Operation UnManifest" die Opfer der Anschläge rächen.

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So heißt es in dem öffentlichen Schreiben: "Weil Anders Behring Breivik sein 1.560 seitiges Manifest durch seine Gräueltaten, bei denen junge Menschen ums Leben kamen, sowie mit Hilfe des Internets publik machen will, schlägt Anonymous Folgendes vor: Macht das Manifest ausfindig, verändert es, fügt unsinnige Abschnitte hinzu, löscht andere Passagen, verändert sein Bild. Kurzum: Macht, was immer ihr wollt.”

So will die Gruppe dem üppigen Manifest die publizistische Schlagkraft nehmen. Weiter heißt es: "Wir alle sind Anonymous, wir sind eine Armee, wir vergeben keinen Mord und wir vergessen keine Opfer.”

Das Manifest gilt in den Augen des mutmaßlichen Attentäter als Rechtfertigung für seinen Taten. Darin ruft er zur Revolution gegen die Regierung auf, die ihr Volk der Sklaverei unterwerfe. Vor Gericht plädiert Anders B. auf "nicht schuldig".

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