AGOF: News-Sites tief in den roten Zahlen

Absturz mit Ansage: Die großen Nachrichten-Websites haben in der neuesten AGOF-Analyse der April-Zahlen fast alle deutlich verloren. Die Gründe: die Ostertage, der Frühsommer und die März-Rekorde wegen des Japan-Dramas, die nicht zu halten waren. Besonders stark nach unten ging es für Spiegel Online, das sich von 2,24 Mio. Unique Usern verabschiedete. Die einzigen drei Aufsteiger in der Nachrichten-Top-50: Manager-magazin.de, Express.de und Abendzeitung.de.

Anzeige

Mit 9,54 Mio. Unique Usern bleibt Spiegel Online natürlich auch im April die Nummer 2 – hinter Bild.de und vor Focus Online. Bild.de baute seinen Vorsprung allerdings wieder aus, denn mit einem Minus von 7,6% gingen Springers Boulevard-Angebot vergleichsweise wenige Nutzer abhanden. Weitaus heftiger sehen die Minuszeichen bei n-tv.de (-38,4%), taz.de (-32,7%) und der Frankfurter Rundschau (-30,3%) aus. n-tv.de war im März allerdings auch die Website, die am meisten Traffic mit dem Japan-Drama hinzu gewann – ein Absturz war daher zu erwarten.

Mehr als 20% büßten zudem stern.de, Zeit Online, FAZ.net, Abendblatt.de, tagesspiegel.de und BZ-Berlin ein. Einen Satz nach oben in unserem Nachrichten-Ranking haben RP Online (von 10 auf 7) und manager-magazin.de (von 20 auf 13) gemacht. manager-magazin.de war mit dem Plus von 26,5% auch der größte Gewinner unter den Nachrichten-Angeboten. Einziger weiterer Aufsteiger in der Top 25: Express.de mit einem Mini-Plus von 1,8%.

Auf den Rängen 26 bis 50 gibt es sogar nur einen weiteren Gewinner: die Abendzeitung sammelte immerhin 20.000 zusätzliche Unique User ein – ein Plus von 3,1%. Große Verlierer gibt es auch hier, vor allem Reuters.de (-52,9%), die Badische Zeitung (-27,4%), suedkurier.de (-26,8%), das Duo Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten (-25,5%) und Ruhr Nachrichten.de (-21,4%). Das Gros der Angebote in dieser Top-50-Hälfte verlor allerdings eher unterdurchschnittlich. Der Grund: Die Websites der Regionalzeitungen gewannen im März nicht so viel hinzu wie die überregionale Konkurrenz, daher rutschten sie im April auch nicht so deutlich nach unten.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige