Holtzbrinck bläst StudiVZ-Verkauf ab

Gute und schlechte Nachrichten für die VZ-Netzwerke: Wie das Manager Magazin berichtet, hat Verlagsboss Stefan von Holtzbrinck Goldman Sachs angewiesen, die Suche nach einem Käufer für den Netzwerk-Verbund von StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ einzustellen. Der Grund: Weder Medienunternehmen noch private Investoren hatten akzeptable Gebote abgegeben. Dabei können die Berliner gerade – trotz massiven Nutzerschwunds – positive Nachrichten verkünden: Im ersten Halbjahr erwirtschaftete die Plattform einen kräftigen Gewinn.

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Gute und schlechte Nachrichten für die VZ-Netzwerke: Wie das Manager Magazin berichtet, hat Verlagsboss Stefan von Holtzbrinck Goldman Sachs angewiesen, die Suche nach einem Käufer für den Netzwerk-Verbund von StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ einzustellen. Der Grund: Weder Medienunternehmen noch private Investoren hatten akzeptable Gebote abgegeben. Dabei können die Berliner gerade – trotz massiven Nutzerschwunds – positive Nachrichten verkünden: Im ersten Halbjahr erwirtschaftete die Plattform einen kräftigen Gewinn.

Gegenüber Horizont.net bestätigte VZ-CEO Clemens Riedl, dass der Plattform-Verbund in den ersten sechs Monaten 2011 einem "Gewinn im siebenstelligen Bereich" eingefahren habe. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies offenbar einer Umsatzsteigerung von rund 30 Prozent. Nach Angaben des Fachdienstes soll der Gesamtumsatz der Berliner im vergangenen Jahr bei rund 30 Millionen Euro gelegen haben. Ein Gewinn wurde 2010 allerdings nicht erzielt.

Anfang 2007 hatte Holtzbrinck die Online-Community für 85 Millionen Euro gekauft. Seitdem wurde offenbar noch kein Geschäftsjahr mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. Das könnte sich nach den Ergebnissen der ersten sechs Monate allerdings in diesem Jahr ändern.

MEEDIA-Analyzer: die Traffic-Entwicklung der VZ-Netzwerke

Wenn dies gelingt, wäre das tatsächlich ein gewisser Coup, denn die drei Plattformen haben seit längeren mit massiven Traffic-Einbußen zu kämpfen. Zeitgleich meldet Facebook in Deutschland ein kontinuierliches Nutzer-Wachstum. Im Juni 2011 errechnete die IVW für die VZ-Netzwerke 172 Millionen Visits. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 61 Prozent.

Dass dies nicht so weitergehen kann, ist auch CEO Riedel bewusst. "Uns ist klar, dass wir vor einer Herausforderung stehen und wir werden liefern", sagte CEO-Riedel gegenüber Horizont.net. Als wichtigster Schritt ist offenbar ein Relaunch der Seite geplant, der innerhalb der nächsten drei Monate abgeschlossen sein soll.

Ganz aufgeben will man bei der VZ-Mutter das Social Network nicht. So zitiert das Manager Magazin einen Holtzbrinck-Manager: "Es kann niemandem recht sein, wenn der Markt durch Facebook monopolisiert wird, das beim Datenschutz keine Rücksichtnahmen kennt." Allerdings läuft die aktuelle Traffic-Entwicklung genau darauf hinaus.

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