Otti-Fischer-Reporter kehrt zu Bild zurück

Der Journalist Uli Schüler, der jüngst vom Vorwurf der Nötigung des Schauspielers Ottfried Fischer freigesprochen wurde, macht Karriere bei der Bild-Zeitung. In dem Prozess ging es um ein Video, das Fischer beim Sex mit Prostituierten zeigt. Laut Fischer habe Schüler ihn mit dem Video genötigt, in Exklusiv-Interviews mit der Bild einzuwilligen. Nun kehrt er als Ressortleiter Unterhaltung an seine alte Wirkungsstätte Bild zurück. Das erfuhr MEEDIA aus Bild-Kreisen. Zwischenzeitlich hatte er für den Bauer-Verlag gearbeitet.

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In zweiter Instanz wurde Schüler vor dem Münchner Landgericht von allen Vorwürfen freigesprochen. Allerdings wurde Schüler während des Prozesses vom Bild-Verlag Axel Springer unterstützt. Springer bezahlte seine Anwälte und machte massiv PR-Arbeit für den damals Ex- und nun wieder Bild-Mann.
Wie es bei Springer hieß, geschah dies aus einer Verantwortung dem ehemaligen Mitarbeiter gegenüber. Außerdem sah man bei Springer in Fischers Klage einen Angriff auf die Pressefreiheit, weil das erste Urteil auch mit einer Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches Ottfried Fischers, also dem bloßen Anschauen des Sex-Videos durch den Journalisten, begründet wurde. Wenn man illegales Beweismaterial nicht mehr sichten dürfe, könnten viele Skandale nicht mehr aufgedeckt werden, argumentierte man bei Springer. Die Richterin im Berufungsverfahren schloss sich dieser Sichtweise im Wesentlichen an und sprach Schüler frei.
Nun ist der Prozess vorbei und der Journalist wird von Bild zurückgenommen. Dabei wird er sogar befördert und steigt als Ressortleiter Unterhaltung unter Gerald Selch wieder ein. Auch eine Art, Karriere zu machen. Bei Springer wollte man sich auf MEEDIA-Anfrage nicht zu der Personalie äußern.

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