Facebook-Gruppe für „Bud-Spencer-Tunnel“

Facebook-Partys sind schon ein Schreckgespenst für viele Regional-Politiker. Dabei gibt es noch etwas viel Schlimmeres: via Facebook organisierte Spaß-Guerilla-Aktionen. Das erfahren die Stadtoberen von Schwäbisch Gmünd gerade auf die harte Tour. Denn eine Facebook-Gruppe will dafür sorgen, dass das neue "Tunnelbauwerk der B 29" den absurden Namen "Bud-Spencer-Tunnel" tragen soll. Möglich wird die Aktion, weil die Stadt zu einer offner Web-Abstimmung für die Taufe aufgerufen hat.

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Facebook-Partys sind schon ein Schreckgespenst für viele Regional-Politiker. Dabei gibt es noch etwas viel Schlimmeres: via Facebook organisierte Spaß-Guerilla-Aktionen. Das erfahren die Stadtoberen von Schwäbisch Gmünd gerade auf die harte Tour. Denn eine Facebook-Gruppe will dafür sorgen, dass das neue "Tunnelbauwerk der B 29" den absurden Namen "Bud-Spencer-Tunnel" tragen soll. Möglich wird die Aktion, weil die Stadt zu einer offner Web-Abstimmung für die Taufe aufgerufen hat.

"Wie bestimmt kaum jemand mitbekommen hat, bekommen wir in Schwäbisch Gmünd ja einen Tunnel", heißt es im Erklärungstext der Facebook-Gruppe, die sich für das italienische Film-Schwergewicht als Namenspaten stark machen. "Nun besteht für alle Menschen mit E-Mailadresse die Möglichkeit einen Namen für den Tunnel zu wählen. Und da politische Partizipation eine der wichtigsten Säulen unserer Demokratie ist, bitte ich euch, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, um eure Stimme." Die meisten vorgeschlagenen Namen waren den Netzwerkern viel zu langweilig und deshalb beschlossen sie: "Der Tunnel in Schwäbisch Gmünd soll künftig auf den Namen ‚Bud-Spencer-Tunnel‘ hören."

An dem Voting kann jeder seine Stimme abgeben, der bereit ist, seine E-Mail-Adresse anzugeben. "Jede E-Mail darf 1x teilnehmen. Also wer mehrere hat… ", heißt es auf in der Facebook-Gruppe.

So absurd die Idee klingt, ist sie doch gar nicht gänzlich abwegig. Denn Bud Specer war tatsächlich schon einmal in Schwäbisch Gmünd. 1951 nahm er als Schwimmer, noch unter seinem bürgerlichen Namen Carlo Pedersoli, an einem Länderwettkampf zwischen Italien und Deutschland im Gmünder Freibad teil. Wie die Tagespost anmerkt, war der spätere Olympia-Teilnehmer sogar in zwei Disziplinen erfolgreich.

Für die Regionalpresse besteht kein Zweifel, dass der „Bud-Spencer-Tunnel“ bei der Umfrage der Stadt zur Namensgebung auf dem ersten Platz landen werde. Via Facebook kündigten bislang über 17.000 Nutzer an, für das schlagkräftige Branding zu votieren. Konkrete Abstimmungszahlen veröffentlicht die Stadt allerdings nicht. Trotzdem hat der Name des Kult-Schauspielers keine echte Chance. „Wir wollen keine Promi-Namen vergeben, sondern wollen einen regionalen Bezug im Tunnelnamen“, erklärt der Pressesprecher der Stadt Gmünd, Markus Herrmann, gegenüber der Schwäbischen Zeitung.

Das Abstimmungsverfahren ist so organisiert, dass die Bürger zwar Vorschläge einreichen und auch über sie abstimmen dürfen. Die letztendliche Entscheidung obliege jedoch dann dem Gemeinderat.

Das Voting läuft noch bis zum 25. Juli . Welchen Namen die Stadt dann bekommen soll, entscheidet die Gemeinderatssitzung zwei Tage später. Um zur Versammlung den nötigen Druck aufzubauen, rufen die Bud-Spencer-Tunnel-Sympathisanten nun zu einer Demonstration am Tag der Entscheidung auf. Den Appell veröffentlichten sie natürlich auf Facebook. Allerdings gibt es bislang erst 63 Zusagen.

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