Meteomedia verliert Claudia Kleinert

Jörg Kachelmanns Firma muss einen prominenten Abgang verkraften: Wetterfee und Meteomedia-Mitarbeiterin Claudia Kleinert wird das Unternehmen verlassen. Das berichtet Bild am Sonntag. Seit 2002 moderiert die 41-Jährige „Das Wetter im Ersten“ und das „Wetter nach den Tagesthemen“. Ab dem kommenden Jahr heuert sie beim neuen Produzenten der zwei Sendungen an, „damit der Zuschauer nicht auf die bekannten Gesichter verzichten muss“, wie es heißt.

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„Fest steht, dass ich im nächsten Jahr nicht mehr bei Meteomedia arbeite“, sagte Kleinert der Bild am Sonntag. Wie das Springer-Blatt meldet, soll künftig die Bavaria Film in München das Wetter fürs Erste produzieren. Meteomedia, der zuvor als Wetterdienst alleine für die Produktion verantwortlich war, werde womöglich weiterhin die Daten liefern. Laut Kleinert sei es jedoch auch möglich, dass „eine andere Produktionsfirma oder ein Sender der ARD die Produktion übernehmen“. Sie halte sich „mehrere Optionen“ offen.
Mit dem Ende der Zusammenarbeit mit der ARD geht Kachelmanns Firma einer der größten Auftraggeber verloren. Insidern zufolge generiert Meteomedia 20 Prozent seines Umsatzes durch die Produktion des Wetters fürs Erste.
Offiziell begründet Meteomedia das Aus der Kooperation mit dem ungünstigen Umrechnungskurs von Schweizer Franken und Euro, was die Produktionskosten verteuere. Doch schon länger gibt es Streit zwischen Kachelmann und dem öffentlich-rechtlichen Sender. Die ARD wolle den Wetterbericht zwar weiterhin von Meteomedia produzieren lassen, aber nicht mehr in Gais, dem Schweizer Sitz der Firma, sondern in München, meldete MEEDIA Ende Juni. Auf diese Weise wolle Das Erste mehr Einfluss auf die Gestaltung der Vorhersagen und die Moderatorenauswahl nehmen. Die Verlegung hätte den wohl erwünschten Nebeneffekt, dass die Anstalt Jörg Kachelmann „relativ elegant“ loswerden könne, hieß es.
Für Unmut soll in der ARD gesorgt haben, dass Kachelmanns Anwalt, Johann Schwenn, den Intendanten des MDR indirekt einer Art Verschwörung gegen seinen Mandanten bezichtigte. Ebenfalls wenig erbaut waren die Senderverantwortlichen offenbar über die Engagements des Wettermoderators bei Radio Basel und Radio Primavera.

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