Print-Werbemarkt entwickelt sich positiv

41 der 50 werbeumsatzstärksten Publikumszeitschriften haben im ersten Halbjahr mehr Geld mit Reklame eingenommen als 2010. Das ist eins der Ergebnisse der neueste Nielsen-Anzeigenstatistik für die Zeitschriftenbranche. Die größten Gewinner des Halbjahres sind dabei Glamour, Auto Bild und InStyle, die zwischen 4,34 Mio. und 6,16 Mio. über dem Vorjahr liegen. Die größten Verlierer heißen Sport Bild, Focus und Bravo. Platz 1 belegt beim Brutto-Umsatz der stern vor Bild am Sonntag und Spiegel.

Anzeige

69,89 Mio. Euro setzte der stern im ersten Halbjahr brutto mit Werbung um – ein Plus von immerhin 4,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der stern überholte damit die Bild am Sonntag, die 2010 noch hauchdünn vorn lag, nun aber nur 2,1% hinzu gewann. Mit etwas Abstand folgt Der Spiegel auf Rang 3: 60,63 Mio. Euro bedeuten einen Zuwachs von 1,4%. Immerhin vier der Top-Ten-Titel konnten ihr Vorjahresergebnis nicht halten: die Brigitte, der Focus, die Bild der Frau und die Bunte. Deutlich zulegen konnten auf den ersten 25 Plätzen vor allem Glamour (+36,8%), InStyle (+22,3%), TV 14 (+19,9%), Elle (+19,2%) und Vogue (+17,7%).

Auf den Rängen 26 bis 50 folgen nur vier weitere Verlierer: Sport Bild, Apotheken Umschau A, Lisa und Focus Money. Deutlich zulegen konnten hier hingegen Computerwoche, Zeitmagazin, Schöner Wohnen und Joy. Letztgenannter Titel stieg damit auch in die Top 50 ein und verdrängte das SZ-Magazin, das vor einem Monat noch dabei war.

Die drei größten Gewinner der Anzeigenstatistik haben wir bereits genannt: Glamour, Auto Bild und InStyle verbesserten sich um 4,33 Mio. bis 6,16 Mio. Euro. Ebenfalls in der Aufsteiger-Top-Ten vertreten: der stern.

Größter Verlierer der ersten sechs Monate 2011 war die Sport Bild, die offenbar ihren Werbeumsatz aus dem WM-Jahr 2010 nicht halten kann. 3,70 Mio. Euro weniger landeten in den Kassen des Magazins – ein Minus von 17,6%. Dahinter folgen der Focus und die Bravo, mit PC Welt, com! und PC Games finden sich zudem drei Titel aus dem kriselnden Computer-Segment in der Flop Ten:

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige