„Mogul, Zocker, Visionär, Freund“

Leo Kirch ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Zu dessen Tod schreibt Stefan Niggemeier in der FAZ: "Er wurde zum Inbegriff all dessen, was einen Medienmogul ausmacht: Skrupellosigkeit, Intransparenz, eine politische Agenda, Machtgier." Die ARD-Vorsitzende Monika Piel bezeichnete ihn als einen "Visionär, ein Mann der ersten Stunde, der die deutsche Medienlandschaft nachhaltig geprägt hat". In der Bild schreibt Altkanzler Helmut Kohl: "Ich habe einen wirklichen Freund verloren."

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Altkanzler Helmut Kohl in Bild: "Ich habe einen wirklichen Freund verloren"
Stefan Niggemeier auf Faz.net: "Kirch wurde zum Inbegriff all dessen, was einen Medienmogul ausmacht: Skrupellosigkeit, Intransparenz, eine politische Agenda, Machtgier. Er weigerte sich anzuerkennen, dass mit der Macht über die Öffentlichkeit auch die Pflicht einhergeht, öffentlich Rechenschaft abzulegen, und wurde das perfekte Feindbild"
Faz.net: "Leo Kirch gehörte zu den Menschen, für die das Alter keine Folge von Abschieden war, sondern die Chance zu immer neuen Anfängen. Das galt trotz einer schwierigen Herzoperation und trotz der viele Jahre bestehenden starken Sehbehinderungen durch einen Schock-Diabetes, den er seit einem Autounfall seiner Frau und seines Sohnes ertragen musste."
Spiegel Online: "Wenn die Zeitungen früher darüber berichteten, wem die Medien gehören, erinnerte das häufig an Nachrichten aus dem Märchenland: Stets gab es einen mächtigen "Medienmogul", der sich ein "Imperium" aufbaute, das er irgendwann einmal seinem "Kronprinzen" vermachen würde, bevor es ihm ein "Schreckgespenst" aus dem Ausland entreißt."
Stern.de: "Zar und Zocker, Tycoon und Trickser: Leo Kirch war einer der schillerndsten und umstrittensten Unternehmer der Bundesrepublik. Um sein Vermächtnis kämpfte er bis zuletzt. Ein Leben wie ein Film."
Evangelisch.de: "Leo Kirch war über Jahrzehnte einer der bedeutendsten Medienunternehmer in Deutschland. Auch nach der Pleite seiner weit verzweigten Firmengruppe im Jahr 2002 ließ er sich nicht unterkriegen und führte – fast blind und im Rollstuhl – einen erbitterten Kampf gegen die Deutsche Bank, die er für den Zusammenbruch seines Imperiums verantwortlich machte."
Sueddeutsche.de: "Hallodri, Milliardär, patriarchalischer Kleinbürger: Leo Kirch trug wie kein anderer dazu bei, dass das bräsig gewordene Gebührenfernsehen die private Konkurrenz bekam, die heute Millionen Deutsche prägt."
Frankfurter Rundschau: "Der 1926 in der Nähe von Würzburg geborene Sohn eines Klempners, baute schon als junger Kaufmann an seinem Erfolg. Mit geliehenem Geld, eine Tatsache, die ihm später, als er seine Kreditwürdigkeit verlor, zum Verhängnis wurde."
ARD-Vorsitzende Monika Piel: "Leo Kirch war ein Visionär, ein Mann der ersten Stunde, der die deutsche Medienlandschaft nachhaltig geprägt hat. Persönlich hat mich sehr beeindruckt, wie er trotz seiner schweren Krankheit bis zuletzt unternehmerisch aktiv war."
taz.de: "Auch wenn Leo Kirch nie nach dem Selfmade-Millionär aussah, der er war – sondern eher wie ein Mittelständler, war er doch ein knallharter Hund."
Welt.de: "Als Medienzar wurde der 1,85-Meter-Mann ehrfurchtsvoll beschrieben, als „Mr. Mystery“, Zocker und Menschenfänger, als ausgeklügelter Strippenzieher und Wohltäter, auch als Trickser."
Deutsche Welle: "Er war das Symbol für den steilen Aufstieg und den tiefen Fall eines deutschen Unternehmers: Leo Kirch."

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