Google überrascht mit starken Quartalszahlen

Gelungener Einstand für Larry Page: Bei Vorlage der ersten Quartalszahlen unter seiner Ägide konnte der Google-Gründer Aktionäre gleich verzücken. Der wertvollste Internetkonzern der Welt überraschte mit deutlich stärkeren Umsätzen und Gewinnen als von Analysten erwartet. So kletterten die Erlöse um mehr als 32 Prozent, während die Erträge im zweiten Quartal gar um 36 Prozent anzogen. Sehr euphorisch äußerte sich CEO Larry Page über die Aufnahme von Google+. Die Aktie haussiert nachbörslich.

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Gelungener Einstand für Larry Page: Bei Vorlage der ersten Quartalszahlen unter seiner Ägide konnte der Google-Gründer Aktionäre gleich verzücken. Der wertvollste Internetkonzern der Welt überrascht mit deutlich stärkeren Umsätzen und Gewinnen als von Analysten erwartet . So kletterten die Erlöse um mehr als 32 Prozent, während die Gewinne im zweiten Quartal gar um 36 Prozent anzogen. Sehr euphorisch äußerte sich CEO Larry Page über die Aufnahme von Google+. Die Aktie haussiert nachbörslich.

Das Imperium schlägt zurück: Nach einem Halbjahr zum Vergessen, in dem die Google-Aktie zeitweise schon um 20 Prozent hinten lag, hat der wertvollste Internetkonzern der Welt in den vergangenen Wochen nun alle Kursverluste wieder aufgeholt.

Das liegt nicht zuletzt am massiven Kurssprung, den die Google-Aktie nachbörslich vollführte. Um nicht weniger als 67 Dollar oder knapp 13 Prozent zog das an der Technologiebörse Nasdaq geführte Papier im nachbörslichen Handel an – ein selbst für den einstigen Börsenliebling außergewöhnlicher Kurssprung.

Auslöser waren die direkt nach Handelsschluss veröffentlichten Geschäftszahlen für das abgelaufene zweite Quartal: Google, das als einer der wenigen US-Konzerne keine Prognose für die kommenden Quartalentwicklung abgibt, konnte die Analystenschätzungen weit übertreffen.

Explodierende Barreserven: 39 Milliarden Dollar auf der Bank

So hatten die Volkswirte durchschnittlich noch mit Umsätzen von 8,59 Milliarden Dollar gerechnet – Google lieferte aber 9,03 Milliarden und durchbrach damit die nächste Milliardengrenze, ein Plus von 32 Prozent. Die Gewinne zogen sogar um 36 Prozent auf 2,51 Milliarden an, das entsprach einem Gewinn je Aktie von 7,68 Dollar nach 5,71 Dollar je Anteilsschein im Vorjahreszeitraum. Die Gewinnschätzungen der Analysten wurden damit um fast 1 Dollar pulverisiert!

Der Löwenanteil der Erlöse (69 Prozent) kamen durch Google-eigene Seiten zustande, 28 Prozent der Erlöse wurden über Partnerseiten durch das Adsense-Programm erzielt. Das internationale Geschäft wächst weiter und ist mit 54 Prozent längst für den Großteil der Umsätze verantwortlich. Ebenfalls beachtlich: Googles Barreserven sind per 30. Juni auf üppige 39 Milliarden Dollar angeschwollen.

"Wir sind extrem begeistert, wie Google+ aufgenommen wurde"

In einem äußert selbstbewussten Auftritt im Conference Call überzeugte Larry Page zudem Skeptiker, die dem Gründer nicht die Rolle des CEOs zugetraut hatten. „Erwachsenenaufsicht nicht mehr nötig“: So hatte der frühere Vorstandschef Eric Schmidt im März noch seinen Führungswechsel kommentiert – und tatsächlich: Page performte.

In einer minutenlangen einführenden Rede bezog der 38-Jährige Stellung zur Zukunft des Online-Pioniers. Ganz vorne dabei: Die Rolle des frisch gelaunchten Social Networks Google+. „Wir sind extrem begeistert, wie Google+ aufgenommen wurde, es lässt Dinge teilen wie im wirklichen Leben“, gab Page Medien- und Bankvertretern mit auf den Weg. In dem Produkt stecke jede Menge „Zauberei“.

Die 10 Millionen-Nutzer-Marke, die in den vergangenen Tagen schon kursierte, bestätigte Page offiziell und nannte eine weitere interessante Kennzahl: 1 Milliarde Dinge würden am Tag bereits über Google+ geteilt – bei Facebook sind es mit einer 70-fach größeren Nutzertschaft nur 4 Milliarden. Ganz Nerd der alten Schule, ließ es sich Page dann auch nicht nehmen, das Redetranskript des Conference Calls der Öffentlichkeit zeitnah bereit zu stellen – passenderweise gleich auf seinem Google+ Profil.

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