Murdoch-Skandal: USA schalten sich ein

Noch mehr Ärger für den skandalgeschüttelten Medienkonzern News Corp. von Rupert Murdoch. Weil Reporter des Konzerns auch Telefone von Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York abgehört haben sollen, fordert ein US-Politiker, dass auch Murdochs USA-Geschäfte überprüft werden. In England hat Murdoch wegen des Skandals bereits seine Zeitung News of the World eingestellt und sich aus dem Bieterverfahren für den Pay-TV-Sender BSkyB zurückgezogen.

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Sollten sich die Erschütterungen nach dem Abhörskandal nun auch auf die USA ausweiten, wäre das fatal für Murdoch. Wie die FTD berichtet, hat der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im US-Senat, der Demokrat Jay Rockefeller, gefordert, dass die Handlungen von News Corp. überprüft werden sollen. Sollten Murdochs Journalisten tatsächlich Handys von US-Bürgern ausspioniert haben, drohte Rockefeller mit “schweren Konsequenzen”.

Murdochs News Corp. Zentrale sitzt in den USA. Dort besitzt er u.a. die Wirtschaftszeitung Wall Street Journal, das Filmstudio 20th Century Fox und den stramm konservativen TV-Nachrichtenkanal Fox News. Vor allem wegen Fox News käme es manchen US-Politikern der Demokratischen Partei womöglich gelegen, Murdoch das Leben noch ein wenig schwerer machen zu können. Die Berichterstattung von Fox News gilt als eindeutig parteiisch für die Republikanische Partei. Dadurch dass im kommenden Jahr US-Präsidentenwahlen anstehen, dürfte in dieser Sache noch nicht das letzte Wort gesprochen worden sein.

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