Radio-MA: die Top-Sender der 16 Länder

Bremen Vier und Bayern 1 heißen die beiden neuen Spitzenreiter in den Radio-MA-Rankings der 16 Bundesländer. Während es in den anderen 14 Ländern keinen Wechsel an der Spitze gab, überholte Bremen Vier Bremen Eins und Bayern 1 profitierte vom Antenne-Bayern-Absturz. In Niedersachsen führt unterdessen weiter NDR 1, in NRW radio NRW, in Hessen Hit Radio FFH und in Baden-Württemberg SWR3. Unternehmen Sie gemeinsam mit MEEDIA eine spannende Reise durch Radio-Deutschland.

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Für unsere 16 Rankings haben wir die Tagesreichweiten der Radio-MA ausgewertet. Sie zeigen im Gegensatz zu den Hörern pro Durchschnittsstunde wie viele Menschen insgesamt an einem Werktag zwischen 5 Uhr morgens und Mitternacht mindestens 15 Minuten lang einen bestimmten Sender eingeschaltet haben. Im Gegensatz zu den Rankings der werberelevanten Sender haben wir hier auch Kanäle aufgenommen, die keine Reklame ausstrahlen.

Beginnen wir unsere Reise wie immer im Norden. In Schleswig-Holstein behielten die fünf Top-Sender die Platzierungen aus der ma radio 2011 I. Deutlich hinzu gewonnen hat aber NDR 2, während Radio Hamburg viele Hörer verloren hat. Abseits der Top 5 ging es für Radio Nora sogar um fast 30% nach unten. Auch in Hamburg hat Radio Hamburg Reichweite verloren, bleibt mit 402.000 Hörern pro Tag aber die Nummer 1. Verschiebungen gab es bei den vielen NDR-Sendern dahinter. So hat NDR 2 NDR 90,3 überholt, N-Joy und NDR Info zogen an Energy Hamburg vorbei. Damit finden sich nun also vier NDR-Sender in der Hamburger Radio-Top-5.

Auch in Niedersachsen dominiert der NDR das Geschehen, wie in Schleswig-Holstein mit drei Top-5-Platzierungen. NDR 1 Niedersachsen ist mit 1,771 Mio. Hörern die klare Nummer 1, trotz eines Rückgangs von 3,3%. Ebenfalls Einbußen verzeichnen radio ffn, NDR 2 und Hit-Radio Antenne, der Aufsteiger der ma ist ganz klar N-Joy, das 16,3% zulegen konnte. Ebenfalls einen kräftigen Sprung machte in Niedersachsen der MDR-Sender Jump, der sich um 52,4% auf 125.000 Hörer verbesserte. Im kleinen Bremen gab es unterdessen den schon angesprochenen Positionswechsel: Bremen Vier überholte dank eines 7,3%-Gewinns Bremen Eins. Großer Gewinner ist in Bremen radio ffn aus Niedersachsen, das mit einem 10,6%-Plus vorbei an Hit-Radio Antenne in die Top 5 einzog.

Den meistgehörten Sender, bzw. das meistgehörte Sender-Konglomerat Deutschlands findet man weiterhin in Nordrhein-Westfalen: radio NRW, Zusammenschluss und Mantel vieler privater Lokalsender, kommt mit einem weiteren Plus von 5,2% auf satte 5,356 Mio. Hörer pro Tag. Da kann selbst der mächtige WDR nicht mithalten, auch wenn er mit seinen vielen Sendern zusammengenommen natürlich noch mehr Hörer zählt. Stärkster Einzelsender des WDR bleibt in NRW 1Live mit 3,5 Mio. Hörern vor WDR 2, 4 und 5. Um heftige 57,3% verbesserte sich NDR 2 in NRW – auf 225.000 Hörer und immerhin Platz 9. Auch in Hessen führt das starke Privatradio Hit Radio FFH weiter vor den Öffentlich-Rechtlichen. 1,521 Mio. schalten täglich FFH ein. hr3, hr4 und hr1 folgen dahinter, hr1 überholte dabei das junge planet radio.

In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gibt es weiterhin eine identische Nummer 1: SWR 3 führt in beiden Ländern und baute seinen Vorsprung weiter aus. So gewann der Sender in Rheinland-Pfalz 5,9% hinzu und hängte RPR1. ab. Prozentual gesehen noch mehr zulegen konnten SWR4 RP und bigFM Hot Music Radio, das sich an SWR1 RP vorbei auf Rang 4 schieben konnte. Verlierer gibt es in der Top 5 keine, die folgen u.a. in Form von Hit Radio FFH, Rockland Radio und Das Ding erst dahinter. In Baden-Württemberg büßte vor allem SWR4 BW Hörer ein, liegt nun 868.000 Hörer hinter dem Tabellenführer SWR3. Die stärksten Privatsender folgen ab Rang 4: Hit-Radio Antenne 1 und Radio Regenbogen, das mit 9,9% zu den großen Gewinnern gehört. Sogar um 32,7% verbesserte sich auf Platz 9 liegend Radio Ton – von 217.000 auf 288.000.

In Bayern gab es wie eingangs berichtet, einen Wechsel an der Tabellenspitze. Antenne Bayern büßte 279.000 Hörer pro Tag ein (-8,7%) und verlor damit den ersten Platz an Bayern 1, das mit einem kleinen Zuwachs von 0,9% vorbei zog. Auch das Bayern-Funkpaket und Bayern 3 erreichen mehr als 2,5 Mio. Leute pro Tag und wuchsen im Gegensatz zu Antenne Bayern. Größter Gewinner innerhalb der Top 5 ist B5 aktuell, deutlich verloren haben abseits der Top 5 noch Bayern 2 (-15,2%) und Radio Gong 96,3 (-21,6%). Im Saarland haben fast alle großen Sender Hörer verloren, allen voran Marktführer Radio Salü und SR 1 Europawelle. Einziger Gewinner in der Top 5: 103.7 UnserDing mit einem Plus von 6,2%. Trotz eines Verlustes neu in die Top 5 gesprungen ist RTL Radio. Der Grund: Die vorige Nummer 5 SWR3 hat noch deutlicher verloren.

Der umkämpfteste Radiomarkt ist weiterhin der in Berlin. Im Spektrum zwischen 100.000 und 395.000 Hörern finden sich sage und schreibe 18 Kanäle. Kein Wunder, dass es immer wieder größere Sprünge in der Tabelle gibt. Größter Profiteur diesmal: Der Berliner Rundfunk 91.4 mit einem Plus von 16,6% und einem Satz von Rang 6 auf 3. Größter Gewinner ist aber der größte Verlierer vom letzten Mal: radioeins verbesserte sich mit 30,9% bzw. 56.000 Hörern von Platz 10 auf 7. Mit 237.000 ist die Top 5 auch nicht mehr weit. Größter Verlierer ist in Berlin diesmal Energy Berlin – mit einem Minus von 45.000 bzw. 20,5%. In Brandenburg hat der Berliner Rundfunk 91.4 hingegen verloren und rutschte von Rang 3 auf 5. Um unglaubliche 50,7% ist hier hingegen 104.6 RTL gewachsen – und von Platz 4 auf 3. Auch 94,3 rs2 schob sich an dem Berliner Rundfunk vorbei. Ganz vorn bleibt aber BB Radio, das mit 13,6% ebenfalls deutlich hinzu gewann. Sogar 75,5% legte Radio Paradiso zu – von 53.000 auf 93.000 Hörer pro Tag.

In Mecklenburg-Vorpommern blieb in der Top 5 hingegen alles beim Alten. Zwar gewann Antenne MV 15,2% hinzu und N-Joy verlor 13,1%, doch alle Sender finden sich auf den selben Plätzen wie bei der vorigen ma 2011 I. Nummer 1 bleibt daher auch NDR 1 Radio MV mit 528.000 Hörern. In Sachsen jubelt der große Gewinner Hitradio RTL Sachsen. Mit einem Plus von 26,5% stieg man in die Top 5 ein und setzte sich dort direkt auf Platz 3 vor das Sachsen-Funkpaket und R.SA. Noch nicht erreicht hat der Sender allerdings den Marktführer MDR 1 Radio Sachsen und Radio PSR. Größter Verlierer ist in dieser ma Energy Sachsen, das in seinem Bundesland 20,3% bzw. 68.000 Hörer einbüßte.

Auch in Sachsen-Anhalt hat der größte Gewinner die drei Buchstaben RTL im Namen: 89.0 RTL gewann 24,0% bzw. 43.000 Hörer hinzu, bleibt damit aber die Nummer 5 des Rankings. Souveräne Nummer 1 bleibt radio SAW, gefolgt von Radio Brocken. Beide Sender konnten zulegen – um 4,6%, bzw. 7,7%. Die größten Verlierer finden sich erst außerhalb der Top 5: radio ffn büßte 22.000 Hörer (44,0%) ein, MDR Sputnik und N-Joy jeweils 17.000. Zweistellige Prozent-Gewinne und Verluste gibt es in Thüringen gleich dreimal in der Top 5. Während MDR 1 Radio Thüringen 10,6% verlor, gewannen die LandesWelle Thüringen (15,1%) und Jump (11,5%) jeweils mehr als 10% hinzu. Tabellenführer bleibt hier aber Antenne Thüringen – mit 680.000 Hörern pro Tag.

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