EA kauft PopCap für 750 Mio. Dollar

Der Markt für klassische Video- und Computerspiele wächst nur langsam. Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen kauft Electronic Arts jetzt den Entwickler von Gelegenheitsspielen PopCap. Mit der Übernahme des Machers von Titeln wie "Pflanzen gegen Zombies", "Bejewled" oder "Zuma" wollen die Amerikaner jährlich "eine Milliarde Dollar im Digital-Business umsetzen", kündigt CEO John Riccitiello an. Der Kauf verdeutlicht gleichzeitig den Umbruch in der Gamesbranche.

Anzeige

Der Markt für klassische Video- und Computerspiele wächst nur langsam. Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen kauft Electronic Arts jetzt den Entwickler von Gelegenheitsspielen PopCap. Mit der Übernahme des Machers von Titeln wie "Pflanzen gegen Zombies", "Bejewled" oder "Zuma" wollen die Amerikaner jährlich "eine Milliarde Dollar im Digital-Business umsetzen", kündigt CEO John Riccitiello an. Der Kauf verdeutlicht gleichzeitig den Umbruch in der Gamesbranche.
Durch die PopCap-Übernahme stärkt EA seine Position im boomenden Markt der Casual- und Online-Spiele. "Wir haben uns für EA entschieden, weil es seine Unternehmenskultur neu ausgerichtet hat und großartige digitale Spiele macht", kommentiert PopCap-CEO David Roberts. "Mit der Zusammenarbeit mit EA vergrößern wir unsere Zielgruppe für Social-, Mobile- und Casualspiele." EA-CEO John Riccitiello fügte hinzu: "Unser weltweites Entwickler- und Publisher-Netzwerk wird PopCap dabei helfen, seine Reichweite massiv auf mehr Endgeräte, in mehr Länder und mehr Kanäle auszubauen."
EAs Internetverkäufe wachsen um 46 Prozent
Electronic Arts gehört seit Jahren zu den Top 3 der größten Games-Publisher weltweit. Doch zuletzt lief das Geschäft schlecht. Im Geschäftsjahr 2011 fuhr der Konzern 276 Millionen Dollar Verlust bei einem Umsatz von 3,5 Milliarden Dollar ein und musste tausende Stellen streichen, 2010 lag der Verlust sogar bei 677 Millionen Dollar. Besonders das Geschäft des klassischen Box-Verkaufes lahmt. Dem gegenüber steht das digitale Geschäft. Der Umsatz mit Internetverkäufen stieg um 46 Prozent auf 833 Millionen Dollar.
Im Online-Business spielen jedoch andere Publisher die erste Geige. Unangefochtene Nummer eins ist der Entwickler von Facebook-Games Zynga, der rund 280 Millionen Nutzer pro Monat weltweit zählt. Anfang Juli beantragte das mit 20 Milliarden Dollar bewertete US-Unternehmen seinen Börsengang. Im Facebook-User-Rating liegt auch das Berliner Startup Wooga vor EA. Zur Elite gehören zudem der Hamburger Entwickler von Browsergames, Bigpoint,  sowie das Karlsruher Unternehmen Gameforge mit jeweils rund 200 Millionen registrierten Spielern.
Bis 2015 wird das Geschäft mit Browserspielen laut dem US-Marktforschungsinstitut DFC Intelligence ein Volumen von rund 20 Milliarden Dollar erreichen. Für den gesamten Spiele-Markt erwarten die Forscher in den nächsten Jahren einen Umsatz von 70,1 Milliarden Dollar. 2009 lag er noch bei 60 Milliarden Dollar.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige