Anzeige

BSkyB: News Corp. zieht Angebot zurück

Der Medienkonzern News Corp. von Rupert Murdoch zog sein Gebot für die komplette Übernahme des englischen Pay-TV-Kanals BSkyB zurück. Damit gab er dem Druck seitens der Politik nach. Vor dem Rückzieher war bekannt geworden, dass das britische Unterhaus sein Gebot geschlossen ablehnen wollte. Hintergrund ist der Telefon-Abhörskandal wegen dem Murdoch gerade seine Sonntagszeitung News of the World eingestellt hat.

Anzeige

Die Labour-Opposition hatte einen Antrag im britischen Unterhaus eingebracht, laut dem Murdoch untersagt worden wäre, die restlichen 61 am Bezahlsender  BSkyB zu übernehmen. In seltener Einmütigkeit hatte die Regierungskoalition um Premier David Cameron angekündigt, sich dem Antrag anzuschließen. Mit seinem Rückzieher in letzter Minute kam Murdoch also nur einer noch peinlicheren Niederlage zuvor.
Reporter seines Sonntagsblatts News of the World hatten über Jahre systematisch Handys abhören lassen, um an Informationen für Geschichten zu kommen. Im Raum stehen außerdem Vorwürfe, dass auch Polizisten bestochen worden sein sollen. In einem aufsehenerregenden Schritt hatte Murdoch die News of the World eingestellt, um die Politik zu besänftigen und möglicherweise den BSkyB-Deal doch noch genehmigt zu bekommen. Dieses Kalkül ist nicht aufgegangen.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige