Kinox.to: Kino.to wieder auf Sendung

Totgesagte leben länger: Unbekannte haben das illegale Filmportal unter einem anderen Namen wieder ins Netz gebracht: kinox.to. Die neue Homepage ist in der Machart und Strukturierung identisch mit kino.to. Doch damit nicht genug: Auf der Startseite verhöhnen die Betreiber Behörden und Filmindustrie gleichermaßen: “Liebe GVU, Filmindustrie und Staat: Denkt ihr wirklich ihr könnt uns stoppen nur weil ihr haufenweise Geld habt?” Wer hinter dem Angebot steckt und wie lange die Seite online sein wird, ist unklar.

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Weiter heißt es: "Wie kann es sein, dass harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern gestellt werden? Merkt ihr überhaupt noch was in eurem Wahn? Für was finanzieren wir euch jeden Monat? Damit ihr uns verarscht?!"

Kinox.to ist nicht minder illegal als der Vorgänger. Die Behörden sind nun in der Pflicht, nachzuweisen, ob User selbst urheberrechtlich geschütztes Material hochladen oder lediglich Filme und Serien streamen. Ein Impressum sucht man natürlich vergeblich.

Kino.to gehört mit 5,1 Millionen Unique Visitors pro Monat laut Googles Ad-Planner zu den 70 beliebtesten Seiten Deutschlands. Es war das mit Abstand größte Portal für Streamhoster von Spielfilmen.

Während Kino.to offiziell immer angab, nur als eine Art Aggregator Streams von aktuellen Filmen zu sammeln und bereitzustellen, hat die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben Hinweise, die das widerlegen sollen. Es gab Indizien auf eine enge Verflechtung von mehreren Streamhostern mit der Portalseite. Weitere Anhaltspunkte legen nahe, dass einige dieser Speicherdienste für direkt abspielbare Filmraubkopien aktiv zum Funktionieren des Systems von Kino.to beitragen oder sogar eigens zu diesem Zweck gegründet und von den Verantwortlichen der Portalseite selbst betrieben wurden.

Daraufhin gab es in mehreren Ländern Durchsuchungen, 13 Personen wurden verhaftet. Allein in Deutschland durchsuchten über 250 Polizisten und Steuerfahnder zeitgleich über 20 Wohnungen.

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