Manuela Schwesigs krumme PR-Strategie

Die SPD-Politikerin Manuela Schwesig ist damit gescheitert, von ihrem Ministerium gefertigte Texte in die Regionalblätter Mecklenburg-Vorpommerns zu bringen. Wie Spiegel Online berichtet, wollte die Sozialministerin des Bundeslandes Texte zum Thema Kinderschutz lancieren, doch den Chefredakteuren von Ostsee-Zeitung, Schweriner Volkszeitung (SVZ) und Nordkurier waren die Artikel zu PR-lastig und sie lehnten ab.

Anzeige

Die Texte waren von einer Agentur produziert worden. Laut Spiegel Online war der zweiseitige Brief in einem Ton gehalten, als befänden sich die Zeitungen im Besitz der öffentlichen Hand: "Wir haben uns überlegt, im Land Mecklenburg-Vorpommern einen mehrteiligen Ratgeber ‚Kinderschutz-ABC‘ in den führenden Regionalzeitungen zu veröffentlichen." Schwesigs Absicht sei es gewesen, die Artikel über einen Zeitraum von circa sechs Monaten in regelmäßigen Abständen zu publizieren.
Den Wunsch nach der Artikelserie wollten ihr die Zeitungen jedoch nicht erfüllen. "Wir sind kein Verlautbarungsorgan des Sozialministeriums", sagte SVZ-Chef Dieter Schulz. Jan Emendörfer, Chefredakteur der Ostsee-Zeitung, schrieb der Ministerin, er halte "es für sinnvoller, selber entsprechende Themen zu beackern".

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige