Rechtstreit: ZDF und Apotheken Umschau einigen sich

Nach drei Jahren einigen sich das ZDF und die Apotheken Umschau endlich: Der TV-Sender gab nun Unterlassungserklärungen ab und erklärte, seine Vorwürfe gegen das Heft nicht mehr aufrechtzuerhalten. Im Gegenzug verzichtete der Wort & Bild Verlag auf eine Richtigstellung des "Frontal 21"-Beitrages "Das Pharmakartell".

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Am 9. Dezember 2008 hatte das ZDF-Magazin in einem Bericht den Ehemann einer verstorben Frau gezeigt, der das Apotheken-Umschau-Stück "Wege aus der Depression" blätterte. Der Artikel war vom 15. Nobember 2004. Aus dem Off kommentierte dazu eine Sprecherstimme: "Ihr Mann hält die Zeitschrift heute für mitverantwortlich am Tod seiner Frau."

"Frontal 21" soll nach Meinung von Wort & Bild mit diesem Bericht den Eindruck erweckt haben, dass das Magazin unkritisch über neuartige Mittel zur Behandlung von Depressionen berichtet hätte. Mit der nun erfolgten Einigung sieht sich die Redaktion der Apotheken Umschau als "rehabilitiert an". "Wir sehen darin eine Bestätigung der Seriosität und der Unabhängigkeit unserer Medien", kommentiert Hartmut Becker, Facharzt für Allgemeinmedizin und für die Redaktionen und die medizinische Fachwissenschaft verantwortlicher Geschäftsführer von Wort & Bild.

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