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Zyngas milliardenschwerer Börsengang

Zynga macht mobil – in zweierlei Hinsicht. Zum einen will der Entwickler von Social Games wie "FarmVille" mit seinem neuen Spiel "CityVille Hometown" Smartphones erobern. Zum anderen haben die Amerikaner jetzt endgültig ihren Börsengang beantragt – und damit erstmals ihre Geschäftszahlen veröffentlicht. Bei einem Umsatz von 597 Millionen Dollar machte das Unternehmen 2010 einen Gewinn von 91 Millionen Dollar. Der Wert steigt Insidern zufolge auf 20 Milliarden Dollar - mehr als Yahoo.

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Zynga macht mobil – in zweierlei Hinsicht. Zum einen will der Entwickler von Social Games wie "FarmVille" mit seinem neuen Spiel "CityVille Hometown" Smartphones erobern. Zum anderen haben die Amerikaner jetzt endgültig ihren Börsengang beantragt – und damit erstmals ihre Geschäftszahlen veröffentlicht. Bei einem Umsatz von 597 Millionen Dollar machte das Unternehmen 2010 einen Gewinn von 91 Millionen Dollar. Der Wert steigt Insidern zufolge auf 20 Milliarden Dollar – mehr als Yahoo.
Ein bis zwei Milliarden Dollar wollen die Amerikaner durch den Aktienverkauf einnehmen. Im Vorjahr schlug noch ein Verlust von 53 Millionen Dollar zu Buche. Yahoo kommt auf einen Wert von 19,5 Milliarden Dollar. Der Umsatz von Zynga stammt fast ausschließlich aus dem Verkauf virtueller Güter in den ansonsten kostenlosen Facebook-Spielen wie "FarmVille", "CityVille" oder "Empires & Allies". Während dieses Geschäftsmodell in Asien seit Jahren etabliert ist, ist es in westlichen Gefilden noch relativ neu.
Abhängig von Facebook
Weltweit sind monatlich rund 280 Millionen Spieler bei Zynga aktiv, pro Tag sind es 57 Millionen. Nur ein geringer Prozentsatz von ihnen gibt tatsächlich Geld für Items in Social Games aus, der Anteil ist aber offenbar groß genug, um schwarze Zahlen zu schreiben. Wie aus dem IPO-Antrag hervorgeht, kamen 94 Prozent des Umsatzes im ersten Quartal 2011 aus dem Verkauf virtueller Güter. Den Rest erlösten die Amerikaner über Werbung.
Die Zahlen zeigen aber auch deutlich die Abhängigkeit der Firma von Facebook. Wie Zynga selbst in seinem Börsenantrag schreibt, "generieren wir den Großteil unseres Umsatzes und unserer Spielergemeinde über Facebook und gehen davon aus, dass es auch in absehbarer Zukunft so sein wird. Jegliche Verschlechterung in unserer Partnerschaft würde unser Geschäft und die Bewertung unserer Aktie beeinflussen." Von jeder Transaktion, die Spieler tätigen, kassiert das Social Network 30 Prozent – mehr als Zynga bisher über seine eigene Währung abdrücken musste.
Mobile Spiele gewinnen an Relevanz
Der Gründer Mark Pincus hat dieses Problem aber offenbar erkannt und versucht, etwas dagegen zu tun. Die Amerikaner entwickeln neuerdings verstärkt Mobile Games wie "Hanging With Friends" und – seit vergangener Woche im App Store – "CityVille Hometown". Der Titel beinhaltet beliebte und den Spielern vertraute Elemente aus "CityVille" – allerdings mit einer ganz eigenen Kleinstadtatmosphäre. "CityVille Hometown" ermöglicht es Spielern, unterwegs ihre Community aufzubauen und sich mit Facebook-Freunden, die "CityVille" spielen, auszutauschen. Eine Verknüpfung der Spiele ist jedoch nicht möglich, und noch wirft der mobile Markt für Zynga kaum etwas ab.
Mit mobilen Spielen würde das Unternehmen einen weiteren stark wachsenden Markt erschließen. Bisher gehören Social Games allerdings nicht zu den großen Erfolgsgeschichten auf dem Handy. Die Umsatzbringer sind Spiele wie "Angry Birds" oder "Doodle Jump", die nur einen Knopf zur Steuerung benötigen und simpel gestrickt sind. Wichtig wäre für Zynga hier also eine Verzahnung ihrer Facebook-Spiele mit dem Smartphone. Denn wahrscheinlich wird kaum jemand "CityVille" im Browser spielen und gleichzeitig eine abgespeckte Version des Titels auf dem Handy installieren.

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