16 Mio.: TV-Zuschauerrekord für Frauen-WM

Die Zuschauerzahlen der Frauen-Fußball-WM steigen trotz der überschaubaren Leistungen des deutschen Teams weiter an. Sage und schreibe 16,39 Mio. Fans sahen das 1:0 gegen Nigeria am Donnerstagabend - ein Marktanteil von unglaublichen 51,7% und die höchste Zuschauerzahl, die ein Frauen-Fußball-Spiel jemals im deutschen Fernsehen erreicht hat. Auch im jungen Publikum gab es einen neuen Rekord - mit 5,99 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 46,23%. Die Konkurrenz hatte da nicht den Hauch einer Chance.

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Der Donnerstag bei den 14- bis 49-Jährigen:

Wie sehr der Frauen-Fußball den Donnerstagabend auch im jungen Publikum dominiert hat, zeigt sich auch durch die gigantischen Abstände zum zweiterfolgreichsten Prime-Time-Programm. Hinter den 5,99 Mio. Fußball-Fans kommt nämlich erstmal lange gar nichts und dann irgendwann "Alarm für Cobra 11" von RTL mit ganzen 1,36 Mio. 14- bis 49-Jährigen und miesen 11,9%. Zwischen die beiden Kontrahenten schoben sich in den Tages-Charts noch die Halbzeit-"Tagesthemen" mit 4,75 Mio. und 35,8%, die "Sportschau live"-Moderationen und Analysen zum Spiel (3,5 Mio. / 31,3%), Vorabend-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (1,88 Mio. / 20,9%), die 20-Uhr-"Tagesschau" (1,82 Mio. / 19,4%) und "RTL aktuell" (1,43 Mio. / 20,1%).

Von 21.15 Uhr bis 23.15 Uhr sah es für RTL dann übrigens noch mieser aus: "Bones" krachte mit 1,13 Mio. auf 8,5% herab, "CSI" kam um 22.15 Uhr auch nur auf 1,20 Mio. und 10,5%. Erst nach dem Fußball gab es für eine weitere "CSI"-Episode mit ebenfalls 1,20 Mio. bessere 17,8%. Der Rest der privaten Konkurrenz landete noch abgeschlagener hinter der WM: Sat.1 erzielte mit "Das Beste kommt zum Schluss" nur Werte von 0,92 Mio. und 7,5%, ProSieben überzeugte auch nur 1,07 Mio. (8,9%) mit "Galileo Big Pictures". Immerhin: Damit landeten Sat. und ProSieben nicht ganz so extrem unter ihren Normalwerten wie RTL. Im ZDF blieb die "Wilsberg"-Wiederholung mit nur 0,44 Mio. bei miserablen 3,6% hängen.

In der zweiten Privat-TV-Liga erreichte ebenfalls kaum jemand in der Prime Time sein Normalniveau. Allenfalls RTL IIs "Frauentausch" (0,71 Mio. / 5,8%) und die 20.15-Uhr-Folge der kabel-eins-Serie "Navy CIS" (0,64 Mio. / 5,6%) kamen in etwa auf das, was ihre Sender in den vergangenen 12 Monaten durchschnittlich erreicht hatten. Das meistgesehene Programm war hier zwar der Vox-Film "Hauptsache verliebt", er blieb mit 0,84 Mio. und 6,8% aber klar unter dem Sender-Soll. "Payback" erreichte um 22.10 Uhr gar nur 5,3%, die RTL-II-"Kochprofis" blieben bei 4,8% hängen und kabel eins ab 21.15 Uhr mit einer weiteren "Navy CIS"-Folge und "Numb3rs" bei 4,8% und 3,6%. Zufrieden sein kann Sky mit seinen Wimbledon-Quoten: Das Halbfinal-Aus von Sabine Lisicki sahen ab 16.05 Uhr 80.000 14- bis 49-Jährige – gute 1,9%.

Der Donnerstag im Gesamtpublikum:

Insgesamt war der Vorsprung des Fußballs auf die Konkurrenz naturgemäß noch größer. Das zweiterfolgreichste Prime-Time-Programm, ZDF-Krimi "Wilsberg", lockte ganze 2,80 Mio. Leute an – in etwa ein Sechstel des Fußball-Publikums im Ersten. Die ARD gewann mit den 16,39 Mio. Fans beim WM-Match zwischen Deutschland und Nigeria nicht nur den Tag, mit den Halbzeit-"Tagesthemen" (12,82 Mio. / 29,2%), den Moderationen und Analysen (10,51 Mio. / 36,4%), der 20-Uhr-"Tagesschau" (6,65 Mio. / 25,1%) und dem zweiten Match zwischen Kanada und Frankreich (4,62 Mio. / 23,3%) belegt der Sender auch die Ränge 2 bis 5. Dahinter folgt dann "RTL aktuell" mit 3,59 Mio. Neugierigen und 17,8%.

In der Prime Time kam RTL aber nur auf einstellige Marktanteile: 8,9% mit "Alarm für Cobra 11", 5,9% mit "Bones" und 7,8% mit der 22.15-Uhr-Episode von "CSI". Sat.1 und ProSieben überzeugten mit "Das Beste kommt zum Schluss" und "Galileo Big Pictures" jeweils genau 1,50 Mio. zum Einschalten, die Marktanteile lagen damit aber ebenfalls unter den Normalwerten der Sender – bei 4,8% und 5,0%. Vox erreichte mit "Hauptsache verliebt" 1,26 Mio. Leute, RTL II mit dem "Frauentausch" 1,12 Mio. und kabel eins mit "Navy CIS" um 20.15 Uhr 1,23 Mio. Auch hier noch die Sky-Quoten vom Wimbledon-Halbfinale mit Sabine Lisicki: 220.000 Tennisfreunde sahen ab 16.05 Uhr zu – gute 2,0%.

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