„Mein Vater will mein Projekt unterstützen“

Im Zuge der öffentlich ausgetragenen Familien-Fehde im Haus Neven DuMont verlor der bis dahin als Nachfolger von Patriarch Alfred Neven DuMont gehandelte Sohn Konstantin seinen Vorstandsposten und den Zugriff auf das Zeitungsimperium. Jetzt macht sich der 41-Jährige selbstständig - als Medienkritiker. Dem am morgigen Freitag erscheinenden Branchenmagazin Clap gab er ein Interview und verriet, dass er bereits 200.000 Euro allein in die Technik seines Debatten-Portals investiert hat.

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Finanziert habe er das aus seinen eigenen Ersparnissen, sagte der Verlagserbe Clap. Zugriff auf die ihm zustehenden Millionen aus dem Familienbesitz hat Konstantin bis auf Weiteres offenbar nicht.
Ziel von KNDM, so der Jung-Unternehmer, sei es, mit engagiertem Journalismus einen profitablen Online-Service zu etablieren. Zunächst soll es ein gut gefülltes Blog mit Texten verschiedener Autoren und vor allem auch Web-Videos geben. Die Rolle des Moderators hat Konstantin Neven DuMont mit sich selbst besetzt. Er wolle in seinen Sendungen Kommentare und Einschätzungen zur Lage der Welt geben und Missstände in Politik und Medien aufzeigen. "Die Politik kann nur so gut sein wie die Kritik von außen", erläutert er sein publizistisches Ansinnen. Außerdem solle es Lösungsvorschläge geben, die für die Menschen eine Entscheidungshilfe sind. Auf der Website kndm.de sucht Neven DuMont auch Schreiber für sein Portal.

Laut Neven DuMont habe es zuletzt auch eine wichtige Unterredung mit seinem Vater gegeben: "Wir haben uns ausgesprochen und er möchte mein Projekt unterstützen", so Konstantin Neven DuMont. Offen ist noch der Termin, an dem kndm.de online geht.

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