Google+ soll Facebook Konkurrenz machen

Schritt für Schritt ins Social Web: Vor einigen Monaten stellte Google seinen Button “+1” vor. Vor einigen Tagen folgte “Me on the Web”. Ein Dienst, der Usern anzeigt, was das Web über sie weiß. Jetzt hat der Konzern das Projekt “Google+” im eigenen Blog angekündigt. In Google+ sollen User künftig Webinhalte mit anderen teilen. Denn während der IT-Riese wusste, was im Internet steht, wusste Facebook, was den Usern gefällt. Wir haben die wichtigsten Fakten zum neuen Dienst zusammengetragen.

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Wer verfolgt hat, wie Google in den vergangenen Monaten neue Produkte für das Social Web gelauncht hat, dürfte sich nun die Frage stellen: Ist Google+ das neue Facebook? Nicht zwangsweise. Letzten Endes ist es aber Googles Antwort auf die Tatsache, dass User weltweit stetig mehr Zeit bei Facebook verbringen. Und weniger in der Google-Suche.

Laut dem Marktforschungsunternehmen ComScore hatte Google im Mai 2011 erstmals über eine Milliarde Unique Visitors. Das sind immerhin acht Prozent mehr als im Vorjahr. Microsoft liegt mit rund 905 Millionen auf Platz 2. Facebook rangiert zwar nur auf Platz 3 mit etwa 714 Millionen, konnte dafür aber ein Wachstum von 30 Prozent verbuchen.

Wie bei Facebook lassen sich die Kontakte in Google+ organisieren. Bei Facebook sind es Freundeslisten, bei Google+ lassen sich Kontakte aus Diensten wie Picasa oder GoogleMail importieren und beispielsweise nach Hobbys oder Interessen in sogenannten “Circles” kategorisieren.

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Und wie auch bei Facebook lassen sich Web-Inhalte teilen und weiterempfehlen. Dazu hat Google eine Statusbar für den Browser entwickelt. Hier dürfte nun auch flächendeckend Googles +1-Button, den das Unternehmen vor einigen Monaten vorstellte, zum Einsatz kommen.

Über einen Stream fließen Neuigkeiten aus den Circles ein. Neuigkeiten lassen sich via Statuszeile weitergeben.

Was ist neu?

Wirklich neu ist ein Feature namens Sparks. Hier lässt Google ständig neuen Content einlaufen, für den sich der User interessieren könnte. Am ehesten lässt es sich als soziales GoogleNews erklären. Damit will Google für ordentlich Gesprächsstoff im Social Web sorgen.

Wann geht’s los?

Das Google+ Projekt befindet sich zwar noch in einer frühen Testphase, kann aber auf Einladung schon ausprobiert werden.

Was hat das alles mit dem +1-Button zu tun?

Google hat vor einiger Zeit für seine Suche einen Empfehlungsbutton namens "+1" eingeführt. Die Antwort des Suchmaschinenriesen auf Facebooks allmächtigen "Like"-Button. User sollen damit Suchergebnisse, Anzeigen und Artikel weiterempfehlen können. Wenn befreundete User dann auf dieselben Ergebnisse stoßen, wird Ihnen wiederum die Empfehlung angezeigt. Wenn Sie beispielsweise ein Suchergebnis “plusoned” haben, tauchte das Ergebnis bisher in ihrem Google-Profil auf. In Google+ würden "plusonede" Artikel oder Webseiten künftig in den Stream aus Nachrichten ihrer Kontakte einlaufen.

Damit hätte Google auch weiterhin die Lufthoheit über die Suche. Denn bislang ließen sich nur Artikel und Webseiten “liken”, jedoch keine Suchergebnisse.
Trifft jemand, der beispielsweise in Ihren Google-Kontakten – aus dem Mail-Adressbuch, dem Google Reader oder von Google Buzz – vorkommt, auf dasselbe Suchergebnis, wird ihm angezeigt, dass Sie den Suchtreffer “plusoned”, also für gut und hilfreich befunden, haben. Dasselbe funktioniert auch bei Google-Anzeigen.

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