Pinks prominente Paparazzi-Schelte

Rockröhre auf Krawall gebürstet: Wenn es um das eigene Kind geht, versteht die US-Musikerin Pink keinen Spaß. Die mit dem Motocross-Fahrer Carey Hart Verheiratete holt zum Rundumschlag gegen Paparazzi aus: "Warum müssen Prominente einstweilige Verfügungen erwirken, um merkwürdige Männer mit Kameras, die vor den Schulen ihrer Kinder hocken, davon abzuhalten, den unschuldigen Kleinen ihre Kindheit zu rauben?" Fotografierten sie andere Kinder, "würde man sie einsperren".

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Am 2. Juni hat Pink ihr erstes Kind, ein Mädchen, mit dem Namen Willow Sage Hart im Sinai Krankenhaus in Los Angeles zur Welt gebracht. Seitdem habe sich ihre Einstellung zu Fotografen verändert, schreibt sie auf ihrer Website. "Wie jedes Elternpaar wünschen Carey und ich uns, dass unsere kleine Tochter in einer behüteten Umgebung aufwächst. Aber unglücklicherweise lassen die Medien ihr keine Chance dazu." Um das erste Bild von Willow zu bekommen, würden ihnen Paparazzi sie verfolgen, im Auto jagen sowie Tag und Nacht vor dem Haus campieren.
Wegen der aggressiven Methoden der Paparazzi haben sich Pink, die mit bürgerlichem Namen Alecia Beth Moore heißt, und ihr Mann dazu entschlossen, erste Fotos ihrer Tochter selbst an die Presse zu geben. Das Geld dafür wollen sie an das Ronald McDonald House geben. Die Wohltätigkeitsorganisation kümmert sich um schwer kranke Kinder.
Pink wundert sich aber auch über die Menschen, welche die entsprechenden Zeitschriften kaufen, in denen die Babyfotos erscheinen. "Ich frage mich, was an uns als Gesellschaft falsch läuft, dass wir solches Vorgehen tolerieren und unser Appetit darauf unersättlich ist. Wir kaufen diese Fotos. Wir kaufen die Magazine, welche die Paparazzi-Bilder veröffentlichen. WO ENDET ES?"
An jeden, der solche Zeitschriften liest, schreibt die Sängerin: "Denken Sie bitte nur eine Sekunde lang darüber nach, was sie – vielleicht auch nur versehentlich – unterstützen. Wir freuen uns, dass Menschen an unserer Tochter interessiert sind und möchten unser Glück auch mit ihnen teilen. Aber als junges Elternpaar sollten wir doch selbst entscheiden dürfen, wann und wie wir es tun, oder?"
Trotz der möglicherweise angebrachten Kritik von Pink überschätzt sie eventuell auch die Relevanz von Kinderfotos für People-Magazine. Denn wie eine MEEDIA-Auflagenanalyse ergab, war das mit Abstand schlechtest-verkaufte People-Magazin des bisherigen Jahres das OK!-Heft Nummer 4/2011. Ganze 72.893 Kiosk-Käufer fand das Titelthema "Sir Elton John & David Furnish zeigen uns ihr Baby Zachary", trotz der "Welt-Exklusivität".

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